In Google Currents lesen

Nachdem ich neulich ueber das Problem gestolpert bin, dass ich auf der Lovefilm-Webseite keine Filme mehr anschauen konnte, weil der Silverlight-Player zwar geladen wurde, dann aber nichts abspielte bzw. sofort schwarz wurde. Die ueblichen Anleitungen wie "Silverlight updaten" oder "Silverlight neu installieren" brachten nicht den gewuenschten Erfolg. Von daher die bei mir funktionierende Loesung:

Den Browser schliessen, dann den Ordner "~/Library/Application\ Support/Microsoft/Silverlight/" loeschen und die Lovefilm-Seite neu oeffnen. Danach sollte der Player wieder funktionieren.

Vor Kurzem stand ich vor dem Problem, dass ich auf einem Server via Puppet mehrere VCSRepos deployen wollte, die allerdings jeder einen Deploy-Key benoetigen. Sowohl Gitlab als auch Github unterstuetzen es nicht einen Deploy-Key mehrfach zu verwenden, so dass man nicht einfach in der SSH-Config einen generellen Key fuer den Gitlab-Server angeben und damit alle Projekte deployen kann.

Als Loesung habe ich mich fuer eine Variante entschieden, mit der ich via Puppet die Keys verteile und der jeweilige Checkout seinen eigenen Deploy-Key nutzt. Der Key ist dabei fuer alle Server identisch aber fuer jedes Repository unterschiedlich.

  1. Es wird das Modul "puppet-concat" benoetigt.
  2. Zur Nutzung muss das PluginSync von Puppet eingeschaltet werden, da das Concat-Modul auf dem Puppet-Client ausgefuehrt wird
  3. Man legt eine fuer alle Server geltende SSH-Config an, die vom Concat-Modul geschrieben wird (Im Gist: global.pp)
  4. In die Concat-Umgebung kann in jedem Modul, welches ein VCSRepo-Deploy benoetigt ein SSH-Key eingehakt werden, der dann exklusiv fuer dieses Repository da ist (Im Gist: local.pp)
  5. Das Git-Repository wird in dem Fall dann auf den neu angelegten Hostname der SSH-Config gesetzt anstatt die originale URL zu nutzen

Im Code-Beispiel habe ich den Key als Content-Anweisung im Manifest stehen. Das sollte natuerlich nicht so gemacht werden und dient nur der Veranschaulichung ohne noch externe Dateien einzubinden.

…oder doch nicht?

Zumindest war das immer so mein Gedanke, wenn ich ueber SMS nachgedacht habe. SMS ist fuer mich etwas, was ich nur dann bekomme wenn mir meine Bank eine MobileTAN schickt oder Google mich an einen Termin erinnert. Aber warum schreiben immer noch Menschen SMS? Es gibt heutzutage WhatsApp (auch wenn ich es nicht mag), Hike, Google Talk (zumindest wenn man nicht gerade auf einem iOS-Geraet arbeitet), iMessage (wenn es denn unbedingt ein iOS-Geraet sein muss) und noch diverse andere Messenger, die alle kostenlos ueber die Datenverbindung des Smartphones Nachrichten verwenden koennen.

Trotzdem hoere ich immer wieder von Menschen, die sich SMS schicken, obwohl sowohl sie als auch ihr Gespraechspartner ein SmartPhone in der Hand haben und die Kommuniktation selbst via kurzer E-Mail kostenguenstiger und einfacher waere. Liegt es wirklich nur daran, dass diese Menschen "es koennen" weil sie in ihrem Vertrag ohnehin eine SMS-Flatrate mit zig-tausend FreiSMS haben?

Die Antwort auf die Frage bleibt mir die Infografik leider schuldig aber sie zeigt immerhin einige Statistiken ueber die SMS und ihre Nutzung in der heutigen Welt. Eins weiss ich aber sicher: Wer mir mit solchen Nachrichten - sei es per SMS oder irgend etwas anderem - ankommt, die unten in der gruenen Sprechblase gezeigt werden, der braucht nicht auf eine Antwort zu warten. Einerseits verstehe ich die Nachricht gar nicht (naja klar da ich die Uebersetzung gelesen habe schon…) und andererseits habe ich keine Lust auf so etwas zu antworten. Ich erwarte schon einigermassen korrekte Nachrichten, wenn jemand mit mir kommunizieren moechte.

20 Jahre SMS

Schon seit einiger Zeit bin ich bei dem Dienst "flinc" angemeldet, der eine Konkurrenz zur weithin bekannten Mitfahrzentrale darstellt. Im Grund geht es darum die Umwelt zu entlasten und Strecken, die man sonst mit dem Auto alleine zurueck legt mit anderen zusammen zu fahren und dabei unter Umstaenden auch denen zu helfen, die dabei keinen Zugriff auf ein eigenes Fahrzeug haben.

Der Fahrer legt seine geplante Fahrt bei flinc an und flinc gleicht dann diese Fahrt mit Mitfahrt-Gesuchen ab, die von anderen Nutzern angelegt wurden. Umgedreht wird ein neues Mitfahrt-Gesuch ebenfalls mit den bestehenden Fahrten abgeglichen, die ungefaehrt die gleiche Strecke haben. Dabei werden kleine Umwege in Kauf genommen, so dass der Fahrer z.B. einen 5km Umweg fahren muesste um den Fahrgast aufzusammeln. Fuer die Fahrt schlaegt flinc dann einen Preis vor, der sich aus dem Umweg und den voraussichtlichen Spritkosten fuer die Fahrt ermittelt.

So weit vom Konzept ja eine prima Loesung, die auch von vielen genutzt wird. Man tut der Umwelt etwas gutes, Leuten ohne Zugriff auf ein eigenes Fahrzeug wird geholfen und alle sind gluecklich. Aber stimmt das wirklich so? Ich habe da so meine Bedenken…

Erstens: Wenn man nicht gerade eine Fahrt von 2km taetigt sondern zum Beispiel eine Fahrt von Hamburg nach Berlin macht, faehrt man mit dem Mitfahrer ca. 300km und 3-3.5 Stunden zusammen auf der Autobahn. Wer sagt, dass es ein angenehmer Mitfahrer ist? Oder umgedreht: Wer sagt, dass der Fahrer wirklich sein Fahrzeug beherrscht und man sich darauf verlassen kann? Auch unklar ist der technische Stand des Fahrzeugs… (Beispiel von einer Fahrt ueber die Mitfahrzentrale: Mitten auf der Autobahn versagende Bremsen und nur durch Glueck auf dem Standstreifen zum Stehen gekommenes Fahrzeug)

Zweitens: Natuerlich will man den Teufel nicht an die Wand malen aber woher weiss man vorher, dass Fahrer / Mitfahrer keine anderen Interessen bei dem Angebot haben? Ich habe schon Geschichten von Mitfahrten (allerdings auf der Mitfahrzentrale) mitbekommen, bei denen junge Frauen die ganze Fahrt ueber vom Fahrer belaestigt wurden und froh waren irgendwann heile wieder irgendwo aussteigen zu koennen. Gleichermassen muss ich mir doch als Fahrer Gedanken darum machen ob der Mitfahrer wirklich einfach nur ans Ziel will oder ob ich irgendwann ein Messer an den Rippen habe und aufgefordert werde die Schluessel raus zu ruecken…

Natuerlich gibt es auf flinc das Bewertungssystem, die Moeglichkeit ein Bild von seinem Tourpartner einzusehen oder andere "Sicherheitskriterien" wie die Handynummer oder die Anzahl der Freunde auf flinc zu sehen allerdings was genau sagen mir diese ganzen Punkte? Gar nichts. Das Foto kann von einem Stock-Image-Dienst stammen, die Telefonnummer eine zufaellige Zahlenfolge sein, die Bewertungen sind am Anfang ohne eine erfolgte Mitfahrt nicht vorhanden und die Anzahl der Freunde richtet sich doch sehr stark nach der Akzeptanz des Dienstes im Freundeskreis.

Sehe ich das zu schwarz? Habe ich zu sehr das Vertrauen in die Menschen verloren, dass ich von so etwas ausgehe? Wuerdet Ihr so ein Angebot nutzen und bei einem x-beliebigem Fahrer zum Beispiel eine Fahrt von Hamburg nach Berlin mitfahren? Wenn Ihr so etwas schon gemacht habt (egal ob als Fahrer oder Mitfahrer), wie sichert Ihr euch ab?

404 - Not Found (by GirlieMac on flickr)Nun gehoere ich ja zu einer Randgruppe der Gesellschaft - den Facharbeitern. Das heisst, dass ich Ahnung von dem haben sollte, was ich mache und Ahnung von dem haben sollte, wovon ich spreche.

Ich persoenlich halte es von daher so, dass ich meinen Rand zu allen Themen halte, von denen ich keine Ahnung habe oder meine Aussage zumindest als Halbwissen kennzeichne. Das fuehrt dann zwar dazu, dass ich relativ oft mit der Aussage "Keine Ahnung" oder "Weiss ich nicht" kommen muss aber immerhin kann man sich sonst in der Regel (auch mir rutscht mal eine falsche Aussage raus) drauf verlassen, dass ich weiss wovon ich rede.

Leider handhaben das aber nicht alle Menschen so. Das beste Beispiel in juengerer Vergangenheit ist dabei die API-Abschaltung von Feedburner. Kaum war dieser Punkt bekannt gegeben, stuermten gefuehlt diverse Millionen von Moechtegern-Technikern an ihre Blog-Editoren, Twitter-Clients und Podcast-Mikrofone und verbreiteten, dass Feedburner ja in Zukunft abgeschaltet wuerde. Ja. Genau. Nicht.

Ansonsten merke ich dieses Problem auch immer wieder auf Barcamps und Unconferences: Es werden Sessions gehalten (was ja im Grund sehr gut ist) aber leider immer wieder von Leuten, die keine Ahnung vom Thema haben. Bin ich denn da wirklich der Einzige, der der Meinung ist eine Session nur dann halten zu koennen, wenn ich auch wirklich Ahnung vom Thema habe?

Ganz generell: Warum muss eigentlich jeder zu allen Themen (Politik, Technik, …) immer seinen Senf abgeben wenn er vom ganzen Thema nicht die Bohne einer Ahnung hat? Dabei kommt doch immer das gleiche raus: "Das Gesetz XYZ ist soooooooo boese!", sobald allerdings ein Anwalt (also jemand mit Ahnung) das Ganze mal richtig auseinander nimmt und analysiert ist die Diagnose ploetzlich "Das betrifft uns kaum, die bisherigen Gesetze bilden das fast 1:1 ab."…

Ist es diesen Menschen eigentlich nicht peinlich dauernd wieder darauf hingewiesen zu werden, dass sie keine Ahnung vom Thema hatten, allerdings trotzdem etwas falsches dazu von sich gegeben haben?

(Photo by GirlieMac on Flickr)

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