Ich bin heute über einen Artikel von Frank Bültge gestolpert, in dem er seinem Unmut über die Mentalität der Anwender von freier Software in Worte fasst, die viel freie Software nutzen (Wie auch die WordPress-Plugins von Frank), allerdings in keiner Form irgend eine Dankbarkeit zeigen. Zwar verlangt er wie die meisten Entwickler freier Software gar nicht unbedingt eine Entlohnung, allerdings wäre ein Dankeschön schon gar nich so unangebracht.
Was er dabei auch feststellt ist, dass die meiste Anerkennung aus dem Ausland kommt, wo zum Teil die Anwender die Texte im Blog, in dem sie ihre Spende abgeben gar nicht lesen können. Von den deutschen Anwendern fehlt da zum Teil jegliches positive Feedback. In den Kommentaren, die zu diesem Artikel bisher angefallen sind stellt sich auch noch ein weiterer Aspekt heraus, dass die Anwender – wenn sie schon nichts positives verlauten lassen – sogar noch Support und Veränderungen der Software fordern, als hätten sie diese für teures Geld gekauft.
Und auch wenn ich – zu meiner Schande – zugeben muss, dass ich zum Teil auch zu den Banausen gehöre, die freie Software nutzen aber nicht im Geringsten dafür Dankbarkeit zeigen kenne ich das Gefühl, welches Frank (und andere von ihm zitierte Autoren, die zum Teil aus Protest schon die Entwicklung an ihren Plugins einstellen) äußern gut. Auch ich beschäftige mich seit längerem mit der Entwicklung freier Software und habe dafür bisher in der ganzen Zeit eine Spende aus dem Ausland und einige wenige Danksagungen erhalten. Ich finde es daher auch gut, dass Frank die Nutzer dazu bringen möchte ein wenig über das geschriebene nachzudenken und sich vielleicht auch zu überlegen, dass wir uns einiges an (unbezahlter) Arbeit machen um die Software auf einem aktuellen und fehlerfreien Stand zu halten.
Wie oben schon gesagt: Es ist dabei auch nicht unbedingt erforderlich, dass Ihr etwas an die Entwickler spendet – obwohl das definitiv eine sehr schöne Anerkennung ist, die wir alle zu schätzen wissen – aber ein ein kleines Dankeschön ist schonmal sehr ermunternd.
Also macht mit und zeigt euren Pluginentwicklern ein wenig Anerkennung und stoßt auch andere Nutzer an sich über das Thema ebenfalls Gedanken zu machen.


Sehr interessantes Thema hast du da aufgegriffen.
Ich persönlich gehöre wahrscheinlich auch zu der Gruppe, die sich ein wenig schämen sollte. Besonders im WordPress Sektor google ich eher nach Lösungen, installiere sie und wenn alles läuft melde ich mich nur äußerst selten bei dem Entwickler oder spende sogar.
Wahrschinlich liegt das auch einfach an der Masse von Plugins. Ich brauche hier eins für Kommentare, dort eins für AdSense, Analytics usw.
Ich glaub auch in Deutschland ist die kostenlos Mentalität noch viel zu sehr in den Köpfen. Bei den internetaffinen Menschen die ich kenne, findet aber momentan ein Umdenken statt. Digitale Produkte oder Medien werden plötzlich wertgeschätzt und nicht als rausgeschmissenes Geld gesehen.
Irgendwie echt ein heftiges Thema. Muss mir da auch noch mal mehr Gedanken zu machen. Vielleicht auch in Form eines Blogposts
@Markus: Jo wie gesagt ich muss mir auch mal in den Hintern treten und den Entwicklern zumindest nen positiven Post oder Kommentar oder so widmen…
Mach mal und schreib einen Post. Ich glaub bei dir erreichst du auch noch einiges an wirklichen Anwendern während ich hier eher noch Entwickler und relativ wenige Anwender erwische.
Du hast recht. Man müsste eigentlich öfters mal wenigstens einen netten Kommentar bei den Entwicklern abgeben. Aber irgendwie hat sich das bei uns so eingebürgert daß im Internet alles um sonst ist. Ehrlich gesagt habe ich bisher noch nie darüber nachgedacht wie die Sache aus Sicht der Entwickler aussieht.
@Matt: Naja ich sag ja, selbst ich als Entwickler hab mir da nie wirklich Gedanken drüber gemacht bis zu Franks Artikel jetzt… Aber ich gelobe Besserung
Natürlich hast du Recht und natürlich stelle ich mich auch erstmal in die Ecke und schmäme mich…
… hoffe das langt für heute. Nun aber mal ernsthaft. Ansich ist es doch wirklich nicht schwer mal einen kleinen Kommentar oder eine kleine E-Mail zu schreiben. Auch eine 5€ Spende via PayPal sollte die meisten von uns nicht am Hungertuch nagen lassen.
grüße Duergy
@Duergy: Schwer ist es auch definitiv nicht aber irgendwie stimmts schon man (Zumindest ich für meinen Teil) denkt darüber gar nicht so wirklich nach… Ich kenne das zwar von mir selber aber das dann direkt auf andere zu übertragen fehlte irgendwie.
Und stimmt schon hin und wieder ne Spende geht man sicher nicht direkt pleite dran. Inzwischen habe ich auch alle Software, die nicht Freeware ist, mir legal besorgt und nutze sie nicht mehr wie in früheren Zeiten mit dem “Gibts doch gratis zum Download”-Prinzip…
Jetzt fehlt nur noch der Schritt zu den Spenden für freie Software…
Wow, so viele gute Ansätze, Danke dafür, auch das kleine Danke reicht, so wie dieser Beitrag.