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Eigentlich reicht der Titel zwar schon um genau das auszudrücken, was dieser Artikel im Endeffekt aussagen soll aber trotzdem möchte ich dazu noch etwas mehr schreiben. Warum ich das mache? Warum ich private Dinge ins Internet stelle? Ganz einfach: Weil ich es kann und weil es bei meinem letzten Versuch abzunehmen auch schon geholfen hat.

Angefangen abzunehmen habe ich beim letzten Mal im März 2009 mit einem Startgewicht von 122.5 kg. Im Juli 2010 hatte ich es mit bewussterer Ernährung, aber ohne großartigen Verzicht auf Nahrungsmittel - von Cola und Cola Zero als Getränk mal abgesehen - geschafft die 98.0 kg-Marke zu erreichen. Meine persönliche Bestmarke seit vielen, vielen Jahren.

Im August 2010 bin ich dann zuhause aus und in eine eigene Wohnung 120km entfernt eingezogen. Von da an kann man es nicht anders ausdrücken als es im Titel schon getan ist. Zwischendurch, im November 2011, habe ich meinen persönlichen Höchststand von 124.1 kg erreicht und somit die vorherigen Erfolge um 106.5% rückgängig gemacht.

Was den Sport angeht habe ich es hier in Hamburg durch zeitliche Probleme und die absolut bescheidene Erreichbarkeit der Studios mit dem Auto nicht mehr geschafft mich weiter zum Training zu überreden. Das deutlich ungesundere Essen tat dann kombiniert mit einem hohen Cola Zero-Konsum den Rest dazu wieder auf mein aktuelles Level zu kommen.

In der Zwischenzeit – etwa auf dem Level von 120 kg – habe ich verschiedene "Mittelchen" ausprobiert, die zwei komplette Mahlzeiten ersetzen sollen, während man die dritte normal weiter isst. Dazu nur Wasser zu trinken. Was es gebracht hat, sieht man glaube ich an den obigen Zahlen: Eine Zunahme. Auch das Kalorien Zählen habe ich geprobt: Die Anweisung war dazu nicht weniger als 1700 kcal (um den Stoffwechsel in Gang zu halten) zu essen und nicht mehr als 2010 kcal. (Grundumsatz: ~2510 kcal) Der allgemeinen Meinung zufolge sollte das reichen um abzunehmen, da der Körper weniger Energie zugeführt bekommt als er verbraucht. Naja das Resultat war umwerfend: Keins.

Wie geht es jetzt weiter? Ich habe keinen Plan. Naja eigentlich schon: Ich werde weiterhin versuchen wieder auf ein Level zu kommen mit dem ich leben kann. Vielleicht werden es nicht die 80kg, die ich bei meinem früheren Versuch anstrebte aber da das Gewicht sowieso nur begrenzt Aussagekraft hat ist das neue Ziel mit dem Fettanteil in einen normalen Bereich zu kommen. Damit sollte sich das Gewicht automatisch auf ein gutes Level regulieren. Dazu habe ich mir einerseits eine Withings Waage geleistet um überhaupt festzustellen wie der Körperfettanteil liegt. Andererseits habe ich mir für ein paar Anregungen das Buch "Der 4-Stunden-Körper: Fitter - gesünder - attraktiver - Mit minimalem Aufwand ein Maximum erreichen" gekauft, was auch von @moeffju auf dem Barcamp Hamburg empfohlen wurde.

Ein Tipp, den ich daraus direkt umsetzen werde ist die kohlenhydrat-arme Ernährung, vorerst allerdings nur morgens und abends. Wenn ich dann einen Dreh gefunden habe, wie ich es auch mittags trotz Restaurant-Besuch hinbekomme Kohlehydrate zu sparen werde ich es auch darauf ausdehnen. Leider verwenden viele Restaurants in ihren Gerichten kohlehydratreiche Komponenten, da diese oftmals günstig sind und schnell satt machen. 

Der zweite Tipp ist ein Ernährungstagebuch zu führen. Allerdings nicht indem man die ganzen einzelnen Zutaten mühsam aufschreibt sondern einfach ein Foto vom Essen macht. Für mein Futter-Tagebuch habe ich mir einfach einen Posterous-Blog aufgesetzt, der automatisch von einer App auf meinem Handy befüllt wird. So ist es minimaler Aufwand und die Mahlzeiten werden automatisch mit der entsprechenden Uhrzeit verbunden. Kein nachträgliches Raten wann man nun was gegessen hat mehr.

Als letztes noch der dritte Tipp, den ich auch umsetzen werde: Einfach morgens nach dem Aufstehen auf die Waage stellen und somit immer wissen wie die aktuellen Werte aussehen. Ich glaube das ist der einfachste Teil am Ganzen. So werde ich nun mal schauen ob es nicht doch möglich ist mal wieder auf ein sinnvolles Gewicht zu kommen.

…bald schon ist wieder Weihnachten. Und was macht man üblicher Weise die letzten 24 Tage vor Weihnachten? Richtig! Man öffnet Türen an seinem Adventskalender. Und obwohl ich Weihnachten selber auch in diesem Jahr nicht feiern werde, habe ich mir die Chance nicht entgehen lassen mir eines der wenigen aber immer sehr beliebten Exemplare des Zotter Cube beim Shopblogger abzugreifen. Na dann fröhliches Türen öffnen oder wie in meinem Fall: Schokolade aus ihrer Umhüllung ziehen…

Seitenansicht Zotter Cube

Ansicht von oben auf den Cube

Am Wochenende war, wie jedes Jahr, wieder das Barcamp Hamburg, welches ich in diesem Jahr zum zweiten Mal besucht habe. Veranstaltungsort war dabei wie auch schon im letzten Jahr das Otto Forum in Wandsbeck. Dieses Jahr ging es auch wieder um viele technische Themen aber auch im Themen, die nicht allzu viel mit Technik zu tun haben.

Den Start meines Session-Marathons hat am Freitag Morgen gleich mit Martin zusammen unsere Session über das Thema "Secure Cloud" gemacht. Wer die Session verpasst hat, sie allerdings noch nachholen möchte, kann sie sich auf Youtube in Full-HD anschauen:

Im Anschluss habe ich mir die Session "Kanban für Agenturen" angeschaut, die mir persönlich allerdings nicht viel brachte. Mag allerdings durchaus dran liegen, dass ich keine Agentur bin und auch für keine arbeite.

Das Essen am Freitag war – wie schon gewohnt – wieder einmal nichts für meinen Geschmack, so dass wir wieder in der Hollywood Canteen gegessen haben. Dort allerdings gab es gewohnt leckere Burger, so dass ich die Location problemlos weiterempfehlen kann.

Nach dem Mittag habe ich mir die Session "Hamburg, deine Events" von @moeffju und @renehamburg angeschaut. Hier wurde das Projekt "Silicon Harbor" vorgestellt, mit dem erreicht werden soll, dass zukünftig mehr Events in Hamburg veranstaltet werden und die Veranstalter bessere Informationen und auch Unterstützung bekommen.

Rene hat danach die Session "Warum man im Büro eigentlich nichts schafft" gehalten, in der er schön zusammen fasst, warum ich lieber im Homeoffice arbeite als in einem Großraumbüro und warum ich nichts von "Daily Scrum" oder "Daily Standup-Meetings" halte. Auch diese Session ist via Youtube verfügbar:

Später gab es dann noch die Session von Martin und Carsten mit dem Titel "Coder vs. Agency" mit einer unterhaltsamen Diskussion, was in vielen Projekten zwischen den Agenturen und den Codern schief läuft:

Den aufweckenden Abschluss am Abend machte der Feueralarm, der kurzerhand für einige Minuten das komplette Barcamp in die Kälte verlagerte, sich allerdings glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte.

Am Samstag startete der Tag mit einem Vortrag von @moeffju und @tielefeld über das Thema "Ernährung - Nutrition Hacks". Im Endeffekt auch hier wieder eine Bestätigung dessen, was die Ernährungsumstellungen im allgemeinen aufzeigen. Nicht so sehr darauf vertrauen, dass die Nahrungsmittelindustrie alles richtig macht sondern selber nachdenken. Hier wurde allerdings nicht so sehr die Variante des No-Carb oder Low-Carb empfohlen sondern eher das Konzept des Slow-Carb. Dabei geht es darum zwar durchaus Nahrung mit Kohlenhydraten zu sich zu nehmen, allerdings nur solche, die über eine längere Zeit Energie abgibt und nicht für kurzzeitige Peaks sorgt.

Auch interessant war die Session "Besitz on Demand" mit @renehamburg in der es darum ging, dass zum Teil geliehener Besitz besser ist als eigener. Zum Beispiel ein Auto: Wenn man in der Innenstadt wohnt und auch zum Arbeiten perfekt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann, warum soll man dann ein Auto nutzlos vor der Tür stehen haben? Statt dessen kann man sich auch einen Wagen mieten, wenn man ihn wirklich braucht und in der übrigen Zeit die Kosten für einen eigenen sparen.

Zur Mittagszeit hielt Martin dann die Session über sein Leben in der Cloud. Aufgrund dessen, dass ich den Inhalt der Session schon kannte und viele Tools selber nutze, habe ich hier allerdings nichts neues gelernt.

Auch in der darauf folgenden Session mit dotdean über "State of Podcasting 2011 - Dailycoffeebreak!" war für mich bis auf einige Hardwareempfehlungen nicht viel Neues dabei, da ich die meisten Tools schon aus meiner eigenen Podcast-Erfahrung kenne. Eine Podcast-Empfehlung sprang allerdings trotzdem noch dabei raus: Seit der Session habe ich die "Daily Coffee Break" abonniert.

Die beste Session des Tages kam meiner Meinung (und ich glaube der voll gefüllte große Saal stimmt mir da zu) von Katja über "Mein Leben mit einem Nerd". Es war zwar eine relativ kurze aber sehr unterhaltsame Session und ich glaube in keiner Session habe ich einen so hohen Anteil der Zuschauer vor Lachen fast unter den Stühlen liegen sehen. Vor allem waren einfach so viele Punkte in der Session, in denen ich mich selber wieder erkannt habe.

Als letzte Session des diesjährigen Barcamps habe ich mir noch den Vortrag von @svensonsan über "Wohnungssuche - Tools & best practice" angeschaut. Das Fazit dieser Session für mich: Entweder hat man viel Glück oder man bekommt erst in 20 Jahren eine Wohnung in Hamburg.

Als Fazit des gesamten Barcamps lässt sich für mich festhalten, dass es wieder ein schönes Barcamp war, in dem diesmal gerade einmal drei Slots nicht mit einem für mich interessanten Thema gefüllt waren. Das ist allerdings durchaus in Ordnung, denn es kann sich ja nicht jeder für alle Themen interessieren. Auch gab es erstaunlich wenig Überschneidungen bei Themen, die ich unbedingt sehen wollte.

Die einzige Verbesserung, die ich mir für nächstes Jahr wünschen würde ist, dass mehr Leute auf die Idee kommen auch einfach ihre Sessions mal mit einem normalen Camcorder aufzunehmen bzw. Leuten wie mir, die sowieso schon Sessions gefilmt haben erlauben die Sessions zu filmen und zu veröffentlichen. Immerhin gab es zusätzlich zu den 400 Plätzen an beiden Tagen über 100 Interessenten, die keinen Platz mehr bekommen haben und so zumindest die Chance bekommen sich die Sessions im Nachhinein anzuschauen.

"Ich hätte mal eine Frage zu meinem Vertrag." - "Gerne, da bräuchte ich einmal die Kundennummer." - "Moment, die 123456789 wäre das." - "Zur Sicherheit einmal zum Abgleich bitte die Adresse und das Geburtsdatum bitte." - "Die ABC-Straße 123 in 12345 Musterhausen und geboren bin ich am 01.04.1980." - "Vielen Dank, was kann ich für Sie tun?"

So oder so ähnlich dürften in sehr vielen Hotlines die Gespräche beginnen. Ich möchte etwas über meinen Vertrag wissen und muss dafür ein paar Daten angeben um zu verifizieren, dass ich wirklich der Vertragspartner bin. Allerdings frage ich persönlich in dem Fall: Wie viel Sicherheit bringt das eigentlich?

Nehmen wir mal mich als Beispiel und gehen von einer X-beliebigen Person aus, die Informationen über meinen Vertrag möchte. Die Kundennummer hat sie entweder auf einem Dokument bei mir gesehen oder "vergessen". Glücklicherweise kann man meistens aber auch ohne die Kundennummer den Vertrag zuordnen und auf die Informationen zugreifen.

Problem nummer eins: Die Adresse. Ein wirklicher Witz, wenn sie jemand tatsächlich nicht kennen sollte. Ich gebe mal einen kleinen Tip: Klickt mal oben unter dem Header auf "Impressum" und schon habt Ihr die Adresse. So sollte das bei jedem Blogger, wohnhaft in der Bundesrepublik Deutschland funktionieren, denn jeder Blog ist impressumspflichtig. (Vgl. §5 TMG und Begriffsdefinition "geschäftsmäßig". *)

Weiter also zum Geburtsdatum. Schon kniffeliger oder? Nehmen wir der Einfachhalt halber an, dass der "Angreifer" mit mir auf Facebook befreundet ist. Ein Klick in mein Profil und schon ist das Geburtsdatum bekannt. Sollte er nicht mit mir befreundet sein, ist es allerdings auch nicht allzu schwer herauszufinden wann ich geboren bin. Man schaut auf Twitter oder Facebook die öffentlichen Posts anderer Personen auf der Timeline an, wann sie zum Geburtstag gratulieren. Mein ungefähres Alter ist auch bekannt und somit lässt sich in 3-4 Anrufen die Information verifizieren.

Natürlich ist das immer noch etwas mehr Aufwand als einfach nur anzurufen und nach den Informationen zu fragen aber ganz ehrlich: Das kostet ca. 5 Minuten Aufwand und schon hat man alle benötigten Angaben um trotzdem wieder an die Infos zu kommen.

Was genau bringt das nun also an Sicherheit? Kein Stück. Also liebe Betreiber von Hotlines, die auf Vertragsangeben zugreifen können: Lasst es doch bitte den Anrufern eine Pseudosicherheit vorzugaukeln und führt entweder PINs ein, die euch dann auf das Sicherheitsniveau einer Bank hebeln oder aber gebt einfach keine relevanten Informationen über das Telefon heraus.

(Artikelbild © www.liligraphie.de / pixelio.de)

* Die Diskussion "geschäftsmäßig" vs. "gewerbsmäßig" erspart Ihr mir an dieser Stelle bitte und führt sie mit einem Anwalt. Danke!

Viele Menschen haben die Fahrschule und den Führerscheinerwerb schon eine Ewigkeit hinter sich gelassen und können sich auch nicht mehr so richtig an das gelernte erinnern. Allerdings auch viele Fahranfänger vergessen schon schnell wieder, was man nicht für das tagtägliche Leben im Straßenverkehr benötigt.

Aber damit auch Ihr wieder wisst, wie man eine Rettungsgasse bildet und somit den Rettungskräften aktiv dabei hilft Menschenleben zu retten gibt es jetzt eine einfache Erklärung in einem kurzen Video zum immer wieder anschauen:

Also: Beim nächsten Stau auf der Autobahn zählt die Ausrede "Ich wusste gar nicht wie das geht!" nicht mehr ein Stück und Ihr macht alles richtig - Okay?

(via NonstopNews)

knuttr2@knut.me