In Google Currents lesen

Inspiriert durch ein Vorkommnis in letzter Zeit, habe ich mir mal ein paar Gedanken über das Thema "Körperkontakt" gemacht. Dabei meine ich jetzt im Speziellen den Kontakt zwischen Menschen, die sich nicht sehr nah stehen und somit nicht schon ein gewisses Level der Akzeptanz erreicht haben.

Intimität herrscht in der Intimsphäre – einem persönlichen Bereich, der durch die Anwesenheit ausschließlich bestimmter oder keiner weiteren Personen definiert ist und Außenstehende nicht betrifft. Die Intimsphäre und damit die Intimität wird durch Indiskretion verletzt.
(Quelle: Wikipedia “Intimität”)

Obwohl ich kein Autist bin, scheine ich diesen persönlichen Bereich für mich weiter definiert zu haben als andere Menschen es tun. Immer wieder fallen mir auch im alltäglichen Leben Fälle auf, in denen ich persönlich nicht mit den Handlungen bzw. der Annäherung Anderer einverstanden bin:

Private area - no entrance

Früher in meiner Schulzeit gab es bei uns an der Schule einen Lehrer, der einem in einem direkten Gespräch immer näher kam und auch wenn man selber zurückgewichen ist, solange folgte, bis das Zurückweichen durch eine Wand unterbunden wurde. Sicherlich ist das einer der extremeren Fälle, in denen der persönliche Bereich durch andere verletzt wurde aber obwohl er immer wieder darauf hingewiesen wurde, scheint das Verhalten bei ihm so selbstverständlich gewesen zu sein, dass er es nicht lassen konnte.

Aber auch nicht so "drastische" Fälle stören mich persönlich immer wieder. Dass bei Begrüßungen, vor allem im geschäftlichen Umfeld, der alte Brauch des Händeschüttelns immer noch sehr gerne betrieben wird, daran habe ich mich inzwischen schon gewöhnt. Allerdings stellt sich hier für mich die Frage, was noch normal ist und wann man von einem Verhalten sprechen kann, was so nicht mehr normal ist.

Normal ist in dem Fall für mich ein kurzer Händedruck, der dann wieder gelöst wird und somit beendet ist. Nicht normal ist für mich, wenn jemand beim Händeschütteln die Hand nach diesem kurzen Händedruck weiter umklammert hält und nicht wieder los lässt. Selbst nachdem ich von mir aus den Händedruck komplett gelöst hatte, ließ diese Person nicht wieder los.

Früher in der Schule wurde es irgendwann zum Brauch, dass sich die Klassenkameraden zur Begrüßung alle umarmten und die Mädchen sich sogar mit Küsschen begrüßten. Scheinbar normal aber für mich ein Unding. Wie kommt man auf den Gedanken Menschen, die man nicht näher kennt sondern nur in der Schule sieht, bzw. mit denen man in eine Klasse gesteckt wurde zur Begrüßung dauernd zu umarmen?

Ich persönlich mag den Norden und seine Umgangsformen deswegen, weil es einem meistens keiner übel nimmt, wenn man zur Begrüßung nur kurz nickt und ein "Moin." verlauten lässt. Kein Händeschütteln, keine Umarmung, keine 2-3 "Luftküsschen".

Woher die verschiedenen Begrüßungen stammen ist mir zwar klar: Das Händeschütteln zeigte früher, dass man nicht bewaffnet zu einem Treffen kommt. Zum gleichen Zweck wurde in Gegenden mit einer überwiegend weiten Bekleidung die Umarmung zur Begrüßung "erfunden" um zu testen, ob der Gegenüber unter seiner weiten Kleidung irgendwelche Waffen trägt.

Was genau haben diese ganzen Begrüßungen mit irgendwelchen direkten Kontakten in unserer heutigen Zeit noch für einen Sinn? Durch umfangreiche Gesetze ist das Tragen von verdeckten Waffen verboten, Dolche in der Hand, die durch ein Händeschütteln sichtbar würden, trägt heute auch niemand mehr und auch wird in unseren Breiten keine so weite Kleidung getragen, dass das Abtasten nach Waffen nötig wäre.

Ich für meinen Teil kann dabei gut darauf verzichten, dass sich permanent bei der Begrüßung irgendwelche Menschen in meinen persönlichen Bereich begeben, die ich dort überhaupt nicht haben möchte. Dieser Bereich ist für Menschen vorbehalten, die ich in meine direkte Nähe lassen möchte und nicht für jeden anderen.

Wer allerdings zu den Personen gehört, die ich in meinen persönlichen Bereich lassen will, entscheide einzig und alleine ich. Niemand sonst. Trotzdem erntet man von schiefen Blicken über Kommentare wie "Bist wohl was besseres oder was?" bis zu purer Verachtung diverse Reaktionen, wenn man äußert, dass man diese Kontakte nicht wünscht. Also lässt man das Ganze meistens über sich ergehen und versucht sich der Situation frühzeitig wieder zu entziehen oder aber sie von Anfang an direkt zu vermeiden.

Wie sieht das bei euch aus? Habt Ihr ähnliche Probleme damit, dass euch jeder Mensch, dem Ihr so begegnet dauernd anfassen will, auch wenn Ihr das absolut nicht wollt oder seid Ihr eher diejenigen, die bei Begrüßungen oder sogar im Gespräch dauernd jemanden anfassen müsst?

Kartenleser auf einem MacBook mit eingesteckter Karte

Seit Kurzem habe ich auch endlich einen Personalausweis, der sinnvoll in die Tasche passt und damit auch gleich noch die ganzen schönen Online-Funktionen mitbringt. Nun braucht man für die Online-Funktionen natürlich einen Kartenleser und zusätzliche Software und es ist alles nicht so einfach. Warum, das möchte ich hier aus Sicht eines OSX-Users (mit Admin-Erfahrung) einmal beschreiben und vielleicht auch einigen anderen Nutzern damit die Kopfschmerzen ersparen…

Was braucht man?

Als erstes muss man natürlich beim Abholen des Personalausweises die Frage "Soll denn die Online-Funktionalität aktiviert werden?" mit "Ja!" beantworten. Ansonsten wird der ganze Kram abgeschaltet (wie das technisch läuft habe ich mich nicht mit beschäftigt aber ich nehme an, dass einfach irgendwo eine kleine Sperr-Information geschrieben wird und das wars) und mann kann die ganzen tollen Features nicht nutzen.

Dann braucht man ein Lesegerät für den neuen Personalausweis. Die am weitesten verbreiteten (wenn nicht sogar die einzigen) scheinen die der Firma REINERSCT zu sein. Wenn man sich die Preise anschaut, geht es bei 35 Euro für den günstigsten los und endet bei 160 Euro für den teuersten. Oben auf dem Bild zu sehen ist das Gerät für 160 Euro, das dann auch gleich alle Funktionen hat, die irgendwie möglich sind. Eine Information, welche Geräte was können, findet sich auf der offiziellen Seite des neuen Personalausweises.

Zuletzt fehlt noch die "Ausweis-App", die es wunderlicher Weise sogar für Windows, OSX und Linux gibt. Okay ist auch nicht wirklich ein großes Problem, da sie komplett in Java geschrieben ist (und somit ein grottiges Aussehen mit extremer Langsamkeit vereint). Mit den Treibern für die Lesegeräte könnte es hingegen schon wieder schlechter aussehen. Das Gerät, welches ich mir ausgesucht habe, hat Treiber für Windows und OSX.

Wie richtet man es jetzt ein?

Die Frage ist sogar bis zu einem bestimmten Punkt einfach zu beantworten: Als erstes wird der Treiber für den Kartenleser installiert. (Danach den Neustart nicht vergessen. Der Installer sorgt nicht dafür sondern Ihr müsst selber neu starten!) Nun baut Ihr den Kartenleser zusammen (Fuß dran, Kabel dran, fertig) falls nötig und steckt ihn an den Rechner an. Jetzt sollte – zumindest bei den Geräten mit Display – das Display leuchten und sinnlose Informationen anzeigen.

Die Ausweis-App wird unter OSX durch ein einfaches verschieben in den Programme-Ordner installiert. Achtet hier sowohl bei der Ausweis-App selber als auch bei dem Programm zur Integritätsprüfung darauf, dass Ihr sie nicht irgendwo anders hin verschiebt als sie es selber möchten. Bei mir funktionierte deswegen erstmal gar nichts bis ich sie an die von ihnen bevorzugte Stelle verschoben habe.

Nach dem Starten der Ausweis-App sollte die schon etwas von dem Kartenleser wissen und keine weiteren Probleme machen. In der Konfiguration der App könnt Ihr dann auch die PIN eures Ausweises ändern.

Wollt Ihr nun die Online-Funktion wirklich nutzen, braucht Ihr wahrscheinlich einen extra Browser weil die meisten meiner Besucher garantiert mit recht aktuellen Browsern arbeiten. Zuerst mal: Safari - Nicht unterstützt. Chrome - Nicht unterstützt. Firefox > 10 - Nicht unterstützt. (Oder direkt ausgedrückt: MEH!)

Der einzige Browser, der aktuell unter OSX unterstützt wird ist der Firefox-ESR (Extended Support Release). Unter dem Link hier gerade eben könnt Ihr euch eine Version davon runter laden und sie irgendwo hinwerfen. Ich habe meine "Firefox ESR" getauft und einfach mit in das Programme-Verzeichnis geworfen. Diese Version kommt glücklicher Weise auch nicht auf die Idee sich selbst zu aktualisieren. Die Spezis des BSI tüfteln scheinbar aktuell an der Version ihres Plugins für Firefox 11… (Wo sind wir aktuell? 12 oder schon weiter?)

Den nächsten Schritt braucht Ihr vielleicht nicht aber zumindest bei mir war er nötig und sorgte für die meisten Kopfschmerzen: Klickt mal im "Tools"-Menü auf "Addons" und schaut nach ob die beiden "eCard"-Extensions mit Logo des neuen Personalausweises da sind:

Screenshot der Firefox Extensions für den neuen Personalausweis

Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann dürft Ihr jetzt eine Runde tricksen um die Extension zu bekommen, denn solange Ihr die nicht habt, spielt die Ausweis-App nicht mit eurem Browser und Ihr könnt die Online-Funktion nicht im Geringsten nutzen: Sucht zuerst im Programme-Ordner die Ausweis-App und klickt mit der rechten Maustaste darauf. Jetzt wählt Ihr "Paketinhalt zeigen" und navigiert durch die Ordner, die in der Folge angezeigt werden: "Contents -> MacOS -> mozilla". Legt euch jetzt das Finder-Fenster neben den offenen Firefox ESR und zieht die Datei "eCardClient_FFxx_OSX.xpi" auf den Firefox. Dieser sollte euch jetzt anzeigen, dass Ihr dabei seid zwei Extensions zu installieren. Das bestätigt Ihr, startet den Firefox neu und solltet jetzt auch im Besitz der Extensions sein.

Kann ich jetzt tolle Dinge damit machen?

Klar. Solange Ihr immer beachtet, dass Ihr alle Dinge, die mit dem Ausweis zu tun haben, nur in der ESR-Version des Firefox macht, könnt Ihr euch zum Beispiel bei MeineSchufa mit dem Personalausweis anmelden oder zum Beispiel eine Information über euer Flensburger Punktekonto online anfordern.

Okay bis auf diese beiden Punkte bin ich auch minimal ratlos was man nun damit anfangen könnte. Naja vielleicht gefällt euch ja noch eine der Anwendungsmöglichkeiten, die hier in der Liste aufgezählt sind. Okay zwei davon habe ich euch schon verraten aber zumindest werde ich gleich mal schauen ob ich auch bei der Huk24 was mit dem Ausweis anfangen kann…

Moment? Das war alles? Wozu hab ich die 28 Euro ausgegeben?

Ja, leider sind die ganzen Verwendungsmöglichkeiten aktuell sehr bescheiden und die tolle Signaturfunktion des Ausweises lässt sich auch nur nutzen, wenn man aus den 28 Euro für den Ausweis mal eben ein paar Hundert macht und sich ein völlig überteuertes Signaturzertifikat kauft.

Wie Gilly auf Stereopoly neulich schon schrieb, haben wir hier ein Henne-Ei-Problem: Die Firmen sehen keinen Grund in die Technologie zu investieren weil zu wenig Bürger die Funktionen überhaupt nutzen und die Bürger sehen keinen Grund sich den neuen Personalausweis zu holen und zu nutzen weil man damit doch eher wenig machen kann…

Ich hoffe allerdings, wenn Ihr den Artikel gelesen habt, gehört Ihr zu denjenigen, die sich die neue Technologie zumindest anschauen und auf weitere Anwendungsmöglichkeiten warten. Zumindest ich hoffe immer noch auf die digitalen Behördengänge und die Möglichkeit diesen ganzen Behörden-Papierkram endlich vom heimischen Schreibtisch machen zu können.

Vor Kurzem berichtete Caschy über das Sterben von picplz dem "Twitter für Bilder" wie er es nannte. Inzwischen dürfte auch jeder Nutzer eine solche E-Mail in seinem Postfach gefunden haben, mit der klar wird: Da geht nichts mehr.

Die Abschiedsmail von picplz

Aber immerhin kann man seine Bilder retten: Wenn man wie ich über 180 Bilder hat mit nur 180 Klicks alle Bilder herunter laden, sie dann bei einem anderen Bilderdienst wieder hochladen und weil es natürlich so schön ist die Hochladedaten anpassen und die Beschreibungen wieder zuordnen. Geschätzter Zeitaufwand: Meh - Viel zu hoch.

Nun würdet Ihr einen Lifestyle-Blog oder ähnliches lesen wäre das das Ende und alles würde in Tränen enden. (Ich liebe es Marvin zu zitieren.) Aber wie Ihr mich kennt: Ich hab DIE Lösung für das Problem! (Naja vielleicht nicht DIE Lösung aber immerhin eine funktionierende ohne viel Aufwand…)

Wenn Ihr also mit einer Kopie eurer Bilder in der Größe 1024px an der längsten Seite bei Picasa zufrieden seid: Hört auf zu suchen, das Problem ist gelöst. Allerdings müsst Ihr schon ein wenig Ahnung von der Konsole haben und ein Python-Script ausführen können. (Typisch Informatiker. Eine Lösung bauen aber nicht gleich so, dass es jeder nutzen kann sondern nur so, dass es funktioniert… Ja, ich weiß!)

Ihr braucht dazu "gdata" - Lässt sich einfach bekommen indem Ihr "easy_install gdata" als Root ausführt und schon seid Ihr fertig. Das folgende Script irgendwo speichern, eure Logindaten eintragen, den Namen des picplz-Accounts ändern (außer Ihr findet meine Bilder so außergewöhnlich toll, dass Ihr eine Kopie davon braucht) und das Script anschubsen. Je nach Menge der Bilder dauert es zwischen 1s und ein paar Stunden und dann habt Ihr ein neues Album mit all euren Bildern. Prima oder?

Achja bevor ich es vergesse: Das Script kann den Transfer nicht wieder aufnehmen. Sorgt also dafür, dass es nicht gestört wird. Ansonsten habt Ihr danach 2-n Alben. Allerdings darf sich natürlich auch jemand dem annehmen und aus dem Script einen Webdienst oder etwas anderes bauen. Viel Spaß damit.

Es ist in aller Munde, jeder will es haben und gefühlt bietet es inzwischen jede einzelne Firma auf diesem Planeten an: Die Cloud. Mal ist es die "Amazon Cloud", mal die "iCloud", hin und wieder die "Telekom Cloud" oder auch einfach nur die "Cloud". Verschiedene Bezeichnungen und im Endeffekt eine einzige Verwirrung darüber, was man nun bekommt wenn man dieses "Cloud-Dings" hat. Ich möchte in diesem Artikel einmal versuchen möglichst leicht verständlich darzulegen, was diese ominöse "Cloud" eigentlich ist. Techniker sollten evtl. einfach weiter gehen denn für euch wird es nichts neues geben.

Was ist die Cloud nicht?

Fangen wir hiermit einmal an um die häufigsten Werbeaussagen zu relativieren und eine neue Grundlage zu schaffen um das Cloud-Bild neu aufzubauen: "Die Cloud" kann nicht alles. Man kann keine Bilder in "die Cloud" werfen und auf magische Weise hat man Abzüge und alle Verwandten sehen die Bilder. Die Cloud ist in den meisten Fällen nicht wirklich sicher. Die Cloud ist nicht nur eine bessere Dateiablage. Die Cloud ist kein Backup.

Der Boden der Tatsachen

Im Endeffekt ist die Cloud nichts anderes als ein großes Netzwerk aus Servern. Nichts mystisches mit viel Magie und am Himmel schwebenden Wolken. Netzwerke aus Servern gibt es seit vielen Jahren. Das Internet ist zum Beispiel so ein Netzwerk. Das was uns heute allenthalben als "die Cloud" verkauft wird ist also im Endeffekt nichts neues. Naja gut früher konnte nicht jeder normale Internetnutzer seine Daten auf diesen Servern überall in der Welt ablegen. In so fern ist es schon etwas neues.

Jetzt sagte ich, dass die Cloud nicht alles kann. Gerne wird in Meetings mit Marketing-Menschen die Cloud als universale Lösung für jedes Problem verkauft. Ganz ehrlich: Oftmals gibt es deutlich bessere und viel erprobtere Lösungen. Die Cloud ist halt kein superintelligentes Wesen, welches alle Daten in sich hinein aufnimmt und dann die Lösung für alle Probleme produziert.

Auch wenn Microsoft gerne in seinen Werbespots bewirbt, dass die Mutter alle Bilder in die "Microsoft Cloud" wirft und schon können alle Verwandten sie betrachten und sie sind perfekt bearbeitet und alles ist schön, die Sonne scheint und alle haben sich lieb, sieht die Realität leider etwas anders aus. Zuerst: Ja, Microsoft hat eine Lösung, mit der man Bilder an Personen teilen kann. Leider hat diese Lösung bisher aber keinen Zugriff auf das Gehirn des Nutzers, so dass man immer noch selber auswählen muss, wer die Bilder sehen darf. Die magische Bildbearbeitung vom Urlaubsschnappschuss mit der 40-Euro-Kompaktkamera mit unendlichem Digitalzoom zum perfekten Bild, welches eines Profifotografen würdig ist konnte mir leider auch noch nicht präsentiert werden. Die Realität sieht auch hier wieder so aus, dass zwar Werkzeuge bereit gestellt werden, die es vereinfachen ein Bild zu bearbeiten, es aber trotzdem nicht möglich ist aus einem schlechten Bild ein perfektes Bild zu machen.

Was die Sicherheit in "der Cloud" betrifft, sieht es bei vielen Diensten zappenduster aus. Sehr viele der Anbieter sitzen in den USA und müssen - so die Gesetze - den Strafverfolgungbehörden auf Wunsch Zugriff auf die Daten gewähren. Klar, natürlich haben wir alle nichts zu verbergen aber wollt Ihr wegen eurer Diplomarbeit über die Soziologie von Terroristen wirklich bei eurem nächsten Besuch in den USA ein langes Gespräch mit den Leuten der Homeland Security führen? Außerdem kann es durch eine Sicherheitslücke jederzeit passieren, dass jede beliebige Person auf die Daten in eurem Account zugreifen kann. Im Zweifel sieht also die Frau die eingescannten Briefe der Freundin… Es gibt auf jeden Fall auch Dienste, die alle Daten nur verschlüsselt speichern aber die sind leider selten und wenig genutzt.

Nicht jede "Cloud" der verschiedenen Anbieter ist eine Dateiablage. Viele Cloud-Anbieter bieten auch gleichzeitig ein wenig Speicherplatz an, allerdings ist das nicht unbedingt das Hauptgeschäft aller Anbieter. Einige bieten nur Musik an oder vielleicht noch ein wenig Platz für das Backup des Handys aber keine Möglichkeit selber Dateien hoch zu laden.

Die Cloud ist kein Backup: Natürlich kann die Speicherung der Dateien in einem Cloud-Dienst eine Möglichkeit sein, mit der das eigene Backup gemacht wird. Leider verlassen sich viele Menschen dann darauf, dass die Datei ja in der Cloud liegt und nichts passieren kann. Was ist nun aber wenn der Cloud-Anbieter entscheidet sein Angebot sei für ihn nicht lukrativ genug und schaltet es ab? Eure Daten sind plötzlich wieder nur an einer Stelle: Auf eurer Festplatte. Geht die kaputt habt Ihr das gleiche Problem wie ohne das Cloud-Backup – sie sind weg.

Und was soll das dann überhaupt?

Jetzt kommt das paradoxe an diesem Artikel: Die Cloud ist für all das da, dem ich gerade widersprach. Nein, das ist kein Versuch euch zu verarschen sondern einfach die Realität. Es gibt für jeden Zweck inzwischen einen Anbieter, der mit einem "Cloud"-Dienst genau das erfüllt was ich oben aufgeführt habe. Allerdings erfüllt nicht jeder Anbieter das, was Ihr gerade braucht.

Wenn Ihr kurz (unwichtige) Dateien teilen wollt, kann Dropbox euch helfen. Wenn Ihr Bildergalerien wollt, kann euch Picasa helfen. Wenn Ihr eure Daten verschlüsselt und sicher ablegen wollt, kann euch TeamDrive helfen. Wollt Ihr Filme schauen, gibt es sie bei Maxdome, der Telekom, Amazon oder iTunes in den dazugehörigen "Clouds". Musik zum Beispiel gibt es ebenso bei Amazon, Simfy, Spotify, iTunes und anderen Anbietern.

Aber zum Beispiel eignet sich ein Anbieter, der die Daten sehr gut verschlüsselt nicht dafür eine Datei mit euren Twitter-Followern zu teilen. Dazu müssten viel zu viele Leute die Möglichkeit haben die Datei wieder zu entschlüsseln. Dropbox hingegen eignet sich eher weniger um Musik zu streamen.

Um ein Backup eurer Daten zu machen, müsst Ihr euch überlegen wie die Cloud-Anbieter in euer Konzept passen: Die Bankdaten unverschlüsselt auf einem fremden Server speichern? Eher nicht! Wirklich eure 2TB Festplatte mit Filmen zu einem Cloudanbieter legen? Einerseits sehr teuer, andererseits würde es bei einer durchschnittlichen DSL 6000-Leitung in etwa 331.4 Tage dauern diese Daten überhaupt hochzuladen.

Nachdem ich euch den Artikel schon auf Twitter versprochen hatte, muss ich mein Versprechen natürlich auch halten und euch meine Eigenkreation aus einem Rezept bei Chefkoch und meinen seltsamen Ideen auch hier vorstellen.

Die Zubereitungsschritte in Bildern

Zutatenliste (ca. 4-6 Portionen)

  • 450g Blockhaus Rinderhack
  • 250g Makkaroni (andere Nudeln tun es aber auch)
  • 1 Flasche Rama Cremefine
  • 1 Flasche Knorr Brandstifter
  • 1 große Dose Champignons (Klasse III - geschnitten)
  • 1 rote Paprika (frisch)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250g geriebenen Käse
  • 3 tl. Knorr Gemüsebrühe
  • Olivenöl zum Anbraten
  • Gewürze (Tabasco, Knoblauch, Chilipulver, Salz)

Und was macht man damit?

Als erstes schneidet Ihr die Paprika klein und säubert sie (die Kerne da drin brauchen wir nicht) und schält und zerkleinert die Zwiebel in kleine Stifte / Würfel / andere Formen. Die Pilzdose könnt Ihr schon öffnen und einmal abgießen. Ich habe sie absichtlich nicht komplett abtropfen lassen um hinterher etwas Flüssigkeit aus den Pilzen in die Pfanne zu bekommen.

Jetzt setzt Ihr die Nudeln in etwas Salzwasser auf und kocht sie gemäß der Anleitung auf der Verpackung. Während dessen bratet Ihr das Hackfleisch in etwas Olivenöl "krümelig" (also mit anderen Worten durchgebraten und nicht mehr in großen Blöcken zusammenhängend). Nachdem das Hackfleisch durch ist, gebt Ihr die Zwiebeln zum Hackfleisch und bratet sie eine Runde an.

Danach gießt Ihr die Flasche Cremefine und die Flasche Brandstifter in die Pfanne zum Hackfleisch. Keine Angst, auch wenn mir die Sauce als "ultra scharf" verkauft wurde, ist sie eher so "medium scharf" und da sowohl die Cremefine als auch das bisher ungewürzte Hackfleisch einiges an Schärfe raus nehmen, wird es an dieser Stelle noch nicht allzu scharf.

Jetzt rührt Ihr die ganze Mischung einmal ordentlich durch und kippt danach die Dose Champignons hinzu. Wiederum durchrühren und ein wenig köcheln lassen. An dieser Stelle kommt der Teil, an dem Ihr selber abschmecken müsst und nachwürzen werdet. Ich für meinen Teil habe die 3 tl. Brühepulver, eine gute Menge Chilipulver und Tabasco in der Pfanne versenkt. Mit dem Tabasco müsst Ihr vorsichtig sein, da man das recht schnell durchschmeckt. Die Schärfe könnt Ihr an dieser Stelle etwas übertreiben, da ja noch die Nudeln dazu kommen und die auch noch einen Teil der Schärfe aufnehmen.

Wenn alles so weit passt, gießt Ihr die Nudeln, die inzwischen fertig sein sollten ab und gebt sie danach ebenfalls in die Pfanne. Spätestens jetzt wird klar, warum auf meinen Bildern eine große Pfanne zu sehen ist… Jetzt seid Ihr fast am Ende und rührt alles noch einmal durch. Immerhin sollen die Nudeln nicht obenauf liegen.

Zu guter Letzt wird die Pfanne in eine Auflaufform umgefüllt und mit dem Käse bestreut. Die Form dann für etwa 30 Minuten bei 200°C in den nicht vorgeheizten (ich finde vorheizen irgendwie schwachsinnig) Ofen. Die 30 Minuten sind dann um, wenn der Käse goldbraun ist.

Guten Appetit!

Ihr habt mein Rezept ausprobiert? Wie hats euch geschmeckt? Meinungen und Vorschläge für Veränderungen immer ab in die Kommentare!

knuttr2@knut.me
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