In Google Currents lesen

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(Quelle: Artikel 5 (1), Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland)

In diesem Wortlaut formuliert unser Grundgesetz, also die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, die Meinungsfreiheit. Wird in einem Blog oder anderen Foren ein Kommentar eines Nutzers gelöscht oder von einem Moderator verändert, gibt es sehr schnell einen "Shitstorm" gegen die betreffenden Blogger oder Moderatoren. Sieht man diese Punkte, könnte man meinen, dass den Internetnutzern in Deutschland ihre Grundrechte wichtig sind und sie diese unbedingt schützen möchten.

Allerdings habe ich in der letzten Zeit vermehrt den genau gegenteiligen Eindruck: Wer braucht die Meinungsfreiheit? Wenn mir die Meinung von XYZ nicht gefällt, wird er halt mundtot gemacht und gut ist. Am Meisten fiel es mir in den letzten Tagen auf Facebook auf, da nicht ein einziger Tag vergeht, an dem nicht irgend jemand Rufe laut werden lässt, dass die Fanseiten der NPD als "Verstoß gegen die Community-Guidelines" mit dem Grund "Enthält Hassreden" gemeldet werden sollen.

Wenn es genügend solcher Beschwerden gibt, werden meines Wissens nach die gemeldeten Seiten zwar trotzdem von Facebook-Mitarbeitern geprüft, ob sie wirklich gelöscht werden sollen aber die grobe Meinung der Nutzer ist aus den Aufrufen klar erkennbar. Bisher war noch keiner dieser Aufrufe erfolgreich und die Fanpage existiert zum aktuellen Zeitpunkt immer noch. Scheinbar konnten die Mitarbeiter, die diese Beschwerden prüfen bisher keine Hassreden auf der Fanpage finden.

Ich für meinen Teil habe mir diese Fanpage nach einigen Aufrufen auch einmal angesehen und konnte auch keinen Beitrag entdecken, der meines Wissens nach gegen geltendes deutsches Recht verstößt. Natürlich bin ich weder ein Anwalt noch ein speziell geschulter Mitarbeiter des Verfassungsschutz, allerdings nehme ich mir heraus, dass ich durchaus ein wenig Ahnung von der Gesetzgebung der BRD habe.

Da also scheinbar der eigentliche "Grund", weswegen die Fanpage gemeldet werden - und verschwinden - soll überhaupt nicht existent ist fragt man sich doch warum diese Aufrufe veröffentlicht werden und wieso sie sich in diesem Maße, dass man schon fast von Spam sprechen kann, verbreiten.

Auch dazu habe ich zwei Theorien. Fangen wir mit der ersten an: Die eigentliche Meldung stammt von einem Partei-Sympathisanten, der genau weiß, dass sich keine Hassreden auf der Fanpage finden lassen. So wie viele Menschen den Aufruf verteilen, ist es oftmals eher Werbung für diese Fanpage, da der eigentliche Grund nur in den Kommentaren unter dem Share zu finden ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fanpage durch diese Verbreitung inzwischen durchaus auch weitere Anhänger gefunden hat, die bisher vielleicht gar nicht wussten, dass diese Fanpage existiert.

Die zweite Theorie hat nun wieder mit dem eingangs zitierten Artikel des Grundgesetzes zu tun: Die Personen, die die Schließung der Fanpage fordern, wollen die Partei auf Facebook zum Schweigen bringen. Ein Gedanke, der zwar nachvollziehbar ist, jedoch trotzdem bei all diesen Personen mangelndes Denkvermögen zeigt.

Zum jetzigen Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe, ist die NPD nicht verboten und offensichtlich sitzt keine der Personen, die die Fanpage betreuen in Haft. Zwar kann ich nicht beurteilen, ob der Verfassungsschutz nicht gegen genau diese Personen ermittelt, allerdings scheint es aktuell keinen Grund zu geben ihrem Treiben ein Ende zu setzen. Von daher gehe ich davon aus, dass sie sich innerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegen.

Damit also zurück zum fehlenden Denkvermögen und meinem Vergleich mit Blogkommentaren und Foreneinträgen: Jeder Internet-Nutzer beansprucht für sich persönlich das Recht seine Meinung frei äußern zu dürfen, gesteht es jedoch anderen Personen nicht zu. 

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

(Quelle: Artikel 3 (3), Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland)

Schaut man nun einmal in den hier gerade zitierten dritten Artikel des Grundgesetzes, muss man doch davon ausgehen, dass auch ein Anhänger der NPD seine Meinung frei äußern darf, solange diese gegen kein Gesetz der BRD verstößt oder etwa nicht?

Zum Abschluss ein kleiner Hinweis in eigener Sache in der Hoffnung, dass die Diskussion in den Kommentaren sachlich bleibt und nicht in ein Schlachtfeld ausartet: Ich bin kein Unterstützer der NPD sondern mag einfach meine Grundrechte, gestehe sie aber auch jedem anderen zu. Ihr könnt in den Kommentaren gerne eine sachliche Diskussion führen, sollte es allerdings ausarten werde ich die Kommentarfunktion sperren und vollständig ausblenden, da ich hier auch für eure Kommentare belangt werden kann.

GeburtstagstörtchenHeute ist es mal wieder so weit. Heute morgen schon gratulierte mir ein Bot zu meiner 4-jährigen Anwesenheit auf Twitter, die vor kurzem erst die 50.000 Tweets-Marke geknackt hat und gleichzeitig ist heute auch der Tag an dem dieses Blog seit 4 Jahren besteht.

Und auch wenn einige Leute der Meinung sind, dass diese Blogbeiträge, in denen der Blogbetreiber bekannt gibt, dass sein Blog schon seit x Jahren besteht, völliger Unfug sind bei Zahlen unter 10 Jahren ja sowieso nichts aussagen, gehört dieser Beitrag für mich einfach jedes Jahr wieder dazu.

Im letzten Jahr ist der Blog sehr häufig zu kurz gekommen und es gab lange Zeiten ohne jegliche Beiträge. Das lag - und liegt - einerseits daran, dass ich mit meiner Arbeit doch teilweise ganz gut zu tun habe und dann auch froh bin wenn ich einfach nur auf der Couch liegen kann ohne irgend etwas zu tun aber andererseits auch daran, dass mir einfach die guten Ideen für Artikel fehlen. Einige Ideen haben ich zwar noch, die noch umgesetzt werden wollen aber auch dafür muss ich die Artikel erst vorbereiten.

Über den ganzen alltäglichen Kram der mir begegnet, twittere, facebooke oder google-plusse ich, da es einfach schneller geht und ich auch nicht großartig etwas für den Artikel schreiben muss. Dieser Inhalt fehlt dann hier im Blog definitiv. Bilder und Videos, die ich ja früher hier noch zwischen die Artikel gestreut habe, landen inzwischen in einem Tumblr-Blog, wo es dafür keine eigenen Artikel gibt.

Was auf jeden Fall folgen wird, ist ein Artikel über Heimautomation bzw. die Steuerung der eigenen Wohnung mit dem Handy. Den Artikel hatte ich einigen Leuten schon vor längerem versprochen, ich muss mir dafür nur noch überlegen, wie ich ihn aufbereite und über was ich eigentlich alles schreiben will.

Weiterhin gibt es bald ein Review zum Ainol Novo 7 Aurora 7 Zoll-Tablet, was ich vor habe in Video-Form zu produzieren. Dafür warte ich aktuell noch auf eine ordentliche Beleuchtung, damit Ihr im Video auch etwas sehen könnt und nicht nur durch die Umrisse erahnt, was ich euch eigentlich zeigen will.

Zu guter letzt stehen noch zwei Umzüge an: Einmal werde ich bald in eine neue Wohnung ziehen und mein Blog soll von seiner aktuellen Plattform auf eine noch besser skalierende Plattform (Idee mal wieder bei Martin geklaut…) ziehen. Dazu muss ich allerdings erst einmal die anderen Projekte vom Tisch haben, die hier gerade noch liegen, damit ich die entsprechenden Sachen umsetzen kann.

Nun wisst Ihr wie es hier weiter geht und dass ich nicht im Ansatz vor habe diesen Blog sterben zu lassen. Vielleicht ist ja sogar der eine oder andere Leser trotz langer Stille geblieben und hat vielleicht sogar Anregungen oder zumindest Geburtstagsglückwünsche für den Blog, die er im Kommentarfeld da lässt.

Artikelbild von Michaela Schöllhorn / pixelio.de

Nachdem ich es im letzten Jahr nicht schaffte, habe ich es dieses Jahr doch wieder geschafft mich auch mal einen Tag auf der CeBIT blicken zu lassen. Da ich wie üblich wieder über den Blog als "Pressevertreter" registiert war, konnte ich sogar auch die interessanten Bereiche (Presse-Lounge wegen schnellem Internet und der Reseller-Bereich wegen deutlich interessanterer Angebote) schauen und mir einen Eindruck verschaffen. Auf Bilder müsst Ihr im Artikel aber leider verzichten, da keine der hier genannten Firmen es für nötig hielt Pressematerial zur Verfügung zu stellen (Im Netzjargon: "Fail!") und ich mich leider darauf verließ anstatt eigenes Bildmaterial zu produzieren.

Auch wenn der Hauptgrund auf die CeBIT zu fahren immer noch ist mal ein paar Leute, die ich schon aus dem Netz kenne in Real zu treffen, habe ich mich dieses Jahr dann doch auch für den Tablet-Markt interessiert. Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einem Tablet und wollte von daher wissen was der Markt aktuell hergibt und eventuell auch gleich mal schauen wie die Geräte sich bedienen lassen.

Im Grunde kennt man die meisten Geräte ja schon aus den einschlägigen Blogs (NetbookNews, Stadt-Bremerhaven, …) von der CES und dem MWC allerdings findet man im Reseller-Bereich der CeBIT doch auch Geräte, über die bisher noch gar nicht gesprochen wurde. (Meistens leider zu Recht…)

Ein gutes (bzw. eher schlechtes) Beispiel für diese Geräte ist meiner Meinung nach der Hersteller "3Q" mit  seinen "Qoo! q-pad". Was zum Beispiel das "BC9710A" angeht, sieht es schon auf den ersten Blick aus wie ein billiger iPad-Nachbau. Laut Prospekt soll das Gerät mit Android 4.0 ausgeliefert werden, hatte aber auf den Vorführgeräten immer noch Android 2.3.4 installiert. Allerdings fragt man sich auch gleichzeitig, was genau ein Android 4.0 Tablet mit Hardware-Buttons soll.

Auch ansonsten war der Tablet-Markt - bis auf die sowieso bekannten Geräte - eher mit irgendwelchen günstigen billigen Angeboten (zum Teil mit "echtem iPad 2 Display") geflutet. Wirkliche Qualität ließ sich eher vermissen.

Ein relativ gutes Exemplar war ein neues Tablet mit einem Tegra 3 Prozessor von "Smartbook". Hier war deutlich zu merken, dass das Gerät von der Geschwindigkeit des Quad-Core-Prozessors profitiert. Leider wurde uns eine Version mit einem noch "verbuggten" (O-Ton des Mitarbeiters, welcher uns das Gerät vorführte) Android 4.0.1 gezeigt. Allerdings selbst mit den Bugs lief es deutlich besser als so manches andere Tablet. Nur das Design ließ doch sehr auf das Samsung Galaxy Tab 10.1 N schließen. Im Display waren die Punkte für die Touch-Sensoren in einigen Winkeln deutlich zu erkennen. Bei helleren Bildern bzw. einer Nutzung bei direkter Draufsicht hingegen waren auch diese nicht zu sehen. Das Gerät soll vom Hersteller 12 Monate Support und somit wahrscheinlich auch das Update auf Android 5 erhalten. Der Preis soll für die Wifi-Variante bei etwa 400 Euro und für die 3G-Variante um die 80 euro mehr liegen.

Ein weiteres Hilight für mich war eine Präsentation der Firma "EX3D Eyewear". In normalen Kinos habe ich immer Probleme damit, dass ich vom Schauen von 3D-Filmen Kopfschmerzen bekomme und außerdem die Brillen, die die Kinos verkaufen, oftmals drücken. Die Brillen, die es am Stand von CineProject zum Testen (übrigens mit Trailern von "Hobbit", "Ice Age 4" und anderen) gab, hingegen drückten nicht, gab es in verschiedenen Designs und vor allem auch in einer Ausführung für Brillenträger. Diese Ausführung wird dann nur noch auf die eigene Brille aufgesteckt anstatt zwei Brillen aufzusetzen.

Ansonsten ein generelles Fazit zur CeBIT aus meiner Sicht: Ein Tag reicht deutlich aus und im Endeffekt braucht man es sich auch nicht mehr anzutun durch die ganzen Hallen zu laufen. Das was gezeigt wird, kennt man in der Regel eh schon aus dem Internet und von den ansonsten statt findenden Veranstaltungen und die Vorträge auf der Webciety (die meisten schaute ich via Live-Stream) sind z.T. echt unterirdisch und entweder falsch oder aber reine Produktwerbungen. Das einzig Interessante ist Leute kennen zu lernen, die man sonst so aus dem Internet kennt. Dieses Jahr zum Beispiel bin ich tatsächlich zum ersten Mal dem Caschy im echten Leben begegnet…

Nachdem ich schon am 30. Oktober 2011 meinen "Butler Professional" über das Groupon-Angebot für 189 Euro (statt angeblicher 589 Euro) bestellt hatte, wurde er nach etwas über einem Monat am 8. Dezember 2011 verschickt. Inzwischen werkelt er also seit etwa einem Monat hier bei mir in der Wohnung und es wird Zeit diesen Monat und seine Leistungen etwas genauer zu betrachten.

Vorab: Das ist mein erstes Gerät dieser Art, so dass ich keine direkten Vergleiche zu anderen Geräten ziehen kann sondern den Butler so beurteilen muss wie ich ihn hier erlebt habe.

Die Verpackung

Geliefert wurde mein Butler in seinem Original-Karton ohne jegliche Umverpackung. Bei größeren Geräten nicht ungewöhnlich aber bei der Größe des Kartons wunderte mich das doch etwas. Nunja der Inhalt kam unbeschädigt an also meckern wir nicht weiter über die Verpackung.

Innenliegend im Wesentlichen der Staubsaugerroboter, die Ladestation incl. Kabel, die Fernbedienung, das Handbuch, eine Infrarot-Barriere und diverse Austauschteile (Bürsten etc.).

Die Inbetriebnahme

…war sehr einfach: Die Ladestation mit genügend Freiraum irgendwo an die Wand stellen und das Kabel eng an der Wand verlegen, damit der Roboter nicht später darüber stolpert. Gemäß Handbuch die Programmierung vornehmen und schon kann es los gehen. Die Fernbedienung reagierte auch direkt und so gab es hier auch keine Probleme.

Die Barriere wird mit 2 D-Zellen betrieben (die großen Batterien, mit denen man ein Fenster einwerfen kann), die natürlich nicht beigelegt sind. Findet man aber beim nächsten Netto an der Kasse, so dass hier auch nicht viel Kritik aufkam.

Die Reinigung

Nachdem man also brav alle Schritte der Reinigung befolgt hat, kann es los gehen. Der Roboter unterstützt zwei Reinigungsmodi: Einmal die großflächige Komplettreinigung und einmal die punktuelle Reinigung. Ich persönlich habe noch nicht rausgefunden wo der Unterschied liegt. Vielleicht kommt der dann in Industriehallen zum Tragen, wo der Roboter überhaupt nicht einsetzbar ist.

Die Reinigung wird zusätzlich durch eine UV-Lampe unterstützt, die sich an der Unterseite befindet und Keime und ähnliches Zeug abtöten soll. Was es wirklich bringt: Keine Ahnung. Ich bin niemand, der darauf Wert legt jeden Zentimeter der Wohnung mit Desinfektionsmittel zu bestäuben.

Grob funktioniert die Reinigung so, dass eine am Rand gelagerte Bürste die Staubflusen etc. in die Mitte unter den Roboter schiebt, wo eine weitere Bürste sie aufnimmt und in den Tank befördert. Der Tank selber ist recht klein und sollte dementsprechend oft gereinigt werden. Spätestens wenn die aufgelesenen Staubflusen nur noch zusammengeknüllt und liegengelassen werden ist er voll.

Was die Logik angeht, nach der der Roboter vor geht: Ich habe keine gefunden. Es sieht auch nach längerer Beobachtung immer noch so aus als würde er einfach nur losfahren, irgendwo gegen stoßen, dann nach links abdrehen, und wieder geradeaus fahren. Die Effizienz lässt sehr zu wünschen über und hier müssen die Entwickler dringend nacharbeiten. Durch diese "Chaos"-Methode schaffte er es nicht mit einer Komplettreinigung über einen ganzen Tag verteilt alle Teile des Wohnzimmers zu reinigen. Dafür wurden einige Stellen im Arbeitszimmer in dieser Zeit mehr als 15 Mal (danach zählte ich nicht mehr weiter) gereinigt.

Die Lautstärke bei der Reinigung hält sich in Grenzen. Wenn er im selben Raum ist hört man ihn selbst durch sehr gut gekapselte Kopfhörer noch, wenn er im Nebenraum ist und die Zimmertür geschlossen wurde, lässt sich das Geräusch mit Musik in Zimmerlautstärke ohne Kopfhörer ausblenden.

In der Wohnung muss vor dem ersten Einsatz dringend aufgeräumt werden, denn der Roboter lässt keine Gelegenheit aus sich in Kabeln zu verheddern und dann mit einem Fehlercode stehen zu bleiben. Auch sollte man Schreibtischstühle mit der Barriere absichern, da er diese durch den kompletten Raum befördern kann. Alles was weniger als ~1.5cm hoch ist wird einfach übersehen und sorgt dafür, dass sich der Roboter fest hängt und die Reinigung unterbrochen wird.

Empfindliche Gegenstände wie Vasen oder ähnliches sollten dringend aus dem Einflussbereich geräumt werden! Teilweise scheint er war über die integrierten Sensoren Gegenstände zu erkennen, bremst dann davor ab und dreht sich Milimeter davor langsam zur Seite, damit die Bürste auch nah an dem Objekt liegende Verunreinigungen finden und aufnehmen kann. Andererseits hat er meistens offensichtlich keine funktionierende Objekterkennung und rammt in voller Fahrt gegen die Objekte. Sobald er das tut, wird zwar ein Sicherheitskontakt gedrückt und er versucht nicht weiter zu fahren aber einer Vase würde es doch extremen Schaden zufügen.

Die Barriere lässt sich mit verschiedenen "Lichtweiten" einstellen. Zumindest laut Anleitung soll je nach Schalterstellung das Licht weiter geworfen werden und somit die Barriere "verlängern". In der Praxis hält sich der Roboter meistens an die Barriere, kommt aber hin und wieder über sie hinweg und sitzt dann dahinter in einem Bereich, in dem er überhaupt nichts zu suchen hat fest.

Das Fazit nach einem Monat

Nach inzwischen einem Monat kann ich feststellen, dass die Anleitung, die beigelegt wurde wahrscheinlich mal wieder aus dem Chinesischen ins Koreanische, Französische, Englische und dann ins Deutsche übersetzt wurde. Die Sätze sind zwar stimmig aber einige Dinge sind nicht bis zum Ende ausgeführt bzw. schlichtweg falsch. Es kann natürlich auch daran liegen, dass die Firmware nicht mehr mit der Anleitung überein stimmt.

Die Reinigungsleistung ist im groben ausreichend, auch wenn man natürlich bei einer manuellen Reinigung auch Stellen erwischt, die der Roboter nicht erreichen kann. Hier muss trotzdem weiter manuell nachgearbeitet werden. Ebenso Räume, die zu viele Stolperfallen beinhalten können nicht automatisch gereinigt werden.

Was definitiv ein Problem darstellt ist, dass der Roboter sich plötzlich nicht mehr mit seiner Fernbedienung verstehen will und auch nach 10 Versuchen sie wieder zu koppeln keine Reaktion kommt. Das Problem daran ist, dass die Fernbedienung für die Programmierung zwingend erforderlich ist. Somit ist keine Änderung der Programmierung mehr möglich.

Alles in allem kann ich also nur feststellen: Finger weg! Die Leistung entspricht nicht einmal dem deutlich vergünstigen Preis. Das Gerät ist faktisch ein China-Import unter neuem Namen, welches von exakt einem Importeur überhaupt nur vertrieben wird. Der Originalpreis von 589 Euro ist meiner Meinung nach für dieses Gerät bei weitem zu hoch angesetzt.

Weitere Bewertungen zu diesem Gerät lassen sich im Roboter-Forum (Direktlink zum ersten Post mit einer Bewertung, auf Seite 2 geht es noch weiter.) finden.  Man kann also sehen, dass mein Gerät kein Einzelfall ist. Ich jedenfalls werde jetzt nach dem Schreiben dieses Posts Kontakt zum Händler aufnehmen und versuchen das Gerät zu retournieren, da die Funktion nicht mehr einwandfrei gegeben ist.

Für gestern, pünktlich zum Abschluss des letzten Jahres, hatte Moody zum 8. "Picture My Day"-Day aufgerufen. Da ich schon bei den ganzen letzten Gelegenheiten den Termin entweder immer erst hinterher gesehen oder aber den Tag einfach völlig verpennt habe, dachte ich mir, dass ich es dieses Mal wieder versuche daran teil zu nehmen und siehe da: Es hat geklappt.

Im Folgenden also mein gestriger Tag. Vorsicht: Es fehlt jegliche Spannung, also nicht bei akuter Müdigkeit schauen ;) - Und ja, ich hätte vorher ruhig mal aufräumen können. Hab ich aber nicht.

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