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Heute Morgen bin ich über einen coolen Shortfilm gestolpert, der sich mit dem Spiel "Portal 2" beschäftigt. Und auch wenn in den Youtube-Kommentaren mal wieder rumgemeckert wird und ich Portal 2 nie gespielt habe ist der Film trotzdem gut gemacht. Kann man also mal schauen...

Heute morgen bin ich über einen sehr schönen Kurzfilm gestolpert, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Einfach mal anschauen. Ich bin jedenfalls der Meinung die 16:23 lohnen sich…

Körpersprache, Lachen, Schreiben, Smalltalk, Sprechen, Verstehen, Zuhören… Nur 7 von vielen Worten, die für Kommunikation stehen aber wie kommuniziert man? Eine Frage, die ich mir sehr häufig stelle…

Die meisten Leser dieses Artikels werden sich mit Sicherheit fragen, worauf ich nun wieder raus will. Es ist schließlich "das natürlichste der Welt" zu Kommunizieren. Schon ein Baby fängt damit an und kommuniziert mit seiner Umwelt (Wie erfolgreich das ist, sei einmal dahingestellt.)  und das setzt sich bis ins hohe Alter fort.

Wir kommunizieren tagtäglich mit der Verkäuferin beim Bäcker, den Kollegen im Büro, den Kunden bei der Arbeit, anderen Menschen beim Mittagessen, der Kassiererin im Supermarkt und Bekannten am Abend. Kein Tag ist frei von Kommunikation. Bei einigen eher eine Kommunikation im schriftlichen Sinne, bei anderen in der Hauptsache über (Körper)Sprache.

Aber was ist Kommunikation? Meiner Meinung nach ein Weg Informationen von A nach B zu transportieren. Meistens wichtige Informationen. Oft aber auch unwichtige Informationen – zu denen mit Sicherheit dieser Artikel auch gehört. Nur was ist wenn es keine wichtigen Informationen gibt, die übermittelt werden wollen? Stille? Nein, bei den meisten Menschen fängt dann der "Smalltalk" an.

Als Alltagsgespräch (Plauderei, auch Smalltalk oder Geplänkel, im Dialekt unter anderem Schwatzen, Plauschen) bezeichnet man ein Gespräch, das spontan, zufällig, locker und in einem umgangssprachlichen Ton geführt wird, in dem es sich zumeist um Themen der privaten Lebenssphäre handelt.

(Quelle: Wikipedia)

Um Themen der privaten Lebenssphäre… Eine interessante Formulierung für belanglose Informationen. Aber wen interessiert eigentlich dieser Haufen belanglose Informationen? Warum sollte ich jemandem belanglose Informationen übermitteln, die derjenige nicht verwerten kann und eigentlich gar nicht haben will? Vor allem: Was sind diese Informationen, die nicht dafür sorgen, dass derjenige direkt vor Langeweile einschläft?

Warum scheitert also nahezu jede nicht geschäftliche Kommunikation mit anderen Menschen, die ich führe? Meine Ansicht über die Kommunikation oben beantwortet es eigentlich schon. Es gibt keine interessanten oder wichtigen Informationen, die es zu übermitteln gilt. Warum sollte diese Unterhaltung also geführt werden? Sie dient keinem Zweck und ist somit überflüssig.

Natürlich sehen das die wenigsten Menschen genauso wie ich. Von daher verstehen es die meisten nicht. Da es von der üblichen Verhaltensweise abweicht, wird meine Kommunikation auch nicht toleriert und ich werde entweder als Ignorant oder aber als hochnäsig oder "etwas besseres" [abwertend] angesehen… Das ist zwar mitnichten meine Intention aber ich habe mich damit inzwischen abgefunden.

Allerdings sorgt auch genau das dafür, dass die wenigsten Menschen sich mehr als drei Mal mit mir unterhalten. Natürlich wird jetzt der eine oder andere denken "Och wäre das schön. Endlich mal Ruhe!" aber ganz ehrlich: Es nervt und zwar gewaltig!

Versucht man einen Dialog weiter in Gang zu halten, wird es schnell als nervig abgestempelt. Lässt man es und nutzt die Kommunikation für ihren eigentlichen Zweck der Informationsübermittlung – na ich muss mich ja nicht wiederholen. Das hatte ich ja zwei Absätze drüber gerade schon.

Aber was ist eigentlich "das richtige" Maß der Kommunikation? Wann ist es zu viel und wann zu wenig? Aus meiner Sicht ist es bei diversen Leuten schon zu viel, wenn sie mit der Kommunikation beginnen. Der Informationsgehalt, den sie in 2 Stunden vermitteln, ließe sich bequem auf 5 Minuten reduzieren ohne wichtige Aspekte dabei weg zu lassen. Mit anderen Leuten hätte ich gerne mehr Kontakt aber wäre das dann in ihren Augen schon wieder nervig? Und vor allem: Worum sollte sich diese Kommunikation drehen?

Einige Berufszweige haben mit Sicherheit einen großen Bereich an beruflichen Informationen, die sie als "Lückenfüller" präsentieren können und der auch durchaus interessant ist. Polizisten zum Beispiel: Was dieser Berufszweig tagtäglich erlebt kann ganze Bücher, Dokumentationen und mit Sicherheit viele Gespräche füllen. Nur wenn Ihr jetzt mal ganz erlich seid: Was ist an einem Job als Programmierer spannend? (Und jetzt wieder aufhören zu gähnen!)

Also nun mal raus mit der Sprache! Wie seht Ihr das mit der Kommunikation? Seid Ihr eher derjenige, der immer etwas zu erzählen hat oder wie ich derjenige, der schweigend zuhört und daher von vielen als unkommunikativ und langweilig angesehen wird? Was ist für euch zu viel Kommunikation und wann ist es zu wenig?

Mit dem heutigen Thema "Tanzen" hat mir der Konna die Wahl eines geeigneten Titels wirklich sehr schwer gemacht und ich muss sagen, dass ich auch nicht ganz glücklich mit dem Titel bin. Auch vom Genre her passt es nicht zu dem was ich bisher hier postete. Allerdings auch so etwas gehört in meinen Musikgeschmack. (Hat nicht jeder irgendwo eine Leiche im Musikgeschmack-Keller? ;))

Weil in letzter Zeit immer mal wieder die Frage auf kam ob und warum ich in einigen sozialen Netzwerken nicht mehr aktiv bin möchte ich hier mal einen kleinen Text erschaffen, den ich dann einfach verschicken kann. Außerdem wissen dann alle Leser meines Blogs Bescheid wie es um dieses Thema steht…

Also fangen wir mit Twitter an… Aktiv war ich da von 2008 bis 2011 und habe über 44.000 Tweets geschrieben. Daraus könnte man wahrscheinlich schon einen Roman machen aber trotzdem endet dieser recht abrupt. Warum also? Ganz einfach: Mit der Zeit sind immer mehr Menschen zu Twitter gekommen, es wurde "Mainstream". Jeder musste bei Twitter sein und sein Produkt vermarkten, sich über sein Leben beschweren und allen möglichen Mist ablassen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich habe auch viel belanglosen Mist geschrieben. So viel wichtiges Zeug habe ich gar nicht zu vermelden als dass ich damit solche Texte hinbekommen würde aber es ging mir in der letzten Zeit einfach nur noch auf den Sack.

Entweder waren es Tweets mit irgendwelchen dubiosen URLs, SEO-Spammer, Whatever-Coaches oder viele viele Leute, die über ihr Leben am jammern waren. Dazu kamen dann die selbst ernannten Twitter-Sherifs und die Das-darfst-du-so-nicht-Twittern-Spacken. Im Endeffekt bestand meine Timeline aus viel gejammer und geflame. Danke reicht. Jaja ich weiß ich bin ja selber Schuld wenn ich diesen Leuten folge…

Dann hätten wir noch Facebook… Für mich als Coder zum Teil mein Arbeitsplatz denn seit Facebook daher gegangen ist und die ganzen einfachen HTML-Schubser vor den Kopf gestoßen hat weil man für Fanpage-Tabs nun iFrames braucht sind die Aufträge für Coder wieder mehr geworden. Andererseits allerdings auch ein nerviges Spamfass. Aus Anstand wurden Leute zu meinen "Freunden" gezählt, die ich zum Teil nicht einmal persönlich gesehen habe und um den Frieden zu wahren auch nicht wieder aus der Liste geworfen. Dazu gab es dann schon die Liste "Stranger", die nichts von meinen Posts erfuhr.

Spam in der Form, dass diverse Leute jeden verdammten Tweet zu Facebook pushen mussten und dann ausgeblendet wurden. Die inzwischen weit über 100 Apps, die auf der Blockliste stehen weil ich nicht andauern erfahren möchte, dass Person XYZ einen tollen neuen Award in Game ABC erhalten hat.

Aber außerhalb der "privaten" Netzwerke gibt es dann noch die Business-Netzwerke… XING zum Beispiel ist da so eines davon. Natürlich bin ich auf XING angemeldet aber seit dem letzten Design-Update und den neuen "Timeline"- und Apps-Features ist es eigentlich nur noch eine unnutzbare Kopie von Facebook mit einer Priese Twitter gemischt. Auch hier wieder cross-postings, damit auch der letzte Idiot ganz sicher erfährt, dass Person XYZ jetzt gerade aus dem Haus gegangen ist um sich mit ABC in der DEF-Straße im GHI-Lokal zu treffen… Einen wirklichen Mehrwert hat auch XING für mich nicht. Ich kenne 3/4 der Leute auch dort nicht persönlich sondern habe sie aus Anstand hinzugefügt.

Um mehr international zu denken meldet man sich dann natürlich noch bei LinkedIn an. Was habe ich davon? Noch mehr Cross-Postings und noch mehr Pflegeaufwand für die ganzen Details. Was bringt es mir wirklich? Noch weniger als XING. Die Kontakte sind eh in beiden Netzwerken die gleichen. Naja mal abgesehen von den ganzen aus Anstand hinzugefügten Leuten. Die habe ich auf LinkedIn gleich ignoriert.

Aber zu guter Letzt will ich nicht nur über Netzwerke meckern sondern Google+ auch lobend erwähnen. Schließlich ist es das Netzwerk, in dem ich meine Zeit verbringe, wenn ich gerade welche übrig habe und dabei nicht gerade etwas anderes mache. Hier brauche ich endlich nicht mehr aus Anstand jeden hinzuzufügen, den ich irgendwo aus irgend einem Grund einmal kurz kennen gelernt habe. Die Leute können meine Äußerungen selber verfolgen und brauchen dazu nicht meine Erlaubnis. Die Einstellungen für die Privatsphäre brauchte ich bisher auch noch niemandem zu erklären, da die Menschen, welche zu dumm zum Lesen sind noch nicht angekommen sind.

Außerdem haben selbst Anwälte schon gesagt, dass die Bedingungen bei Google+ besser aussehen als bei Facebook. (Als ob ich mich darum scheren würde aber es ist ein tolles Argument…) Die Spiele bleiben auch nachdem sie jetzt bei Google+ verfügbar sind in einem abgeschotteten Bereich und nur wenn ich mich selbst in die Spielesektion begebe sehe ich die ganzen "XYZ hat einen neuen Highscore in ABC erzielt"-Posts.

Ansonsten brauche ich mich auch um Skype nicht mehr zu scheren, da ich den Leuten bei Google+ einfach das Stichwort "Hangout" an den Kopf werfe. Ich persönlich habe zwar noch keine Verwendung für einen Videochat gefunden aber das liegt ja nicht am Netzwerk sondern eher an meiner persönlichen Nutzung und Verbindung zu den anderen Usern.

So also mit anderen Worten als Fazit aus viel unnützem Text: Wenn Ihr mich irgendwo sucht um mir etwas zu schreiben, etwas zu teilen oder einfach nur zu lesen was ich in meiner geistigen Umnachtung für einen Käse produziere: Ab zu Google+ und da suchen. Ich bekomme zwar sowohl von Facebook als auch von Twitter immer noch meine Benachrichtigungen aber 99% davon landen unbeachtet in der Tonne.

Wer sich jetzt übrigens auf die Füße getreten fühlt weil ich sein persönliches Lieblingsnetzwerk hier schlecht mache: Mir doch egal. War in dem Fall höchstwahrscheinlich Absicht. Also geht zurück in eure Twitter-Timeline und jammert euren Followern die Ohren voll und willkommen in der Beschreibung über Twitter hier im Artikel.

knuttr2@knut.me