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Einige meiner Leser werden eventuell schon in mein Impressum geschaut haben und dabei die Feststellung machen dürfen, dass ich eine E-Mail Adresse der Top-Level-Domain “.me” nutze. Diese TLD gehört dem Land Montenegro. Montenegro war früher ein Teil von Jugoslawien und ist seit 2006 wieder unabhängig. Wer damit gar nichts anzufangen weiß: Man muss es an der südöstlichen Adriaküste suchen.

Im Jahr 2008 wurde die TLD “.me” zur offiziellen Registrierung freigegeben und seit Juli 2008 bin ich Inhaber der Rechte an dieser Domain. Somit kann ich sie auch gut für den E-Mail-Verkehr nutzen. Immerhin ist es nichts anderes als eine “.de” oder auch “.fr” – einfach eine Länderdomain. Man sollte meinen, dass es vollkommen egal ist wo das Land liegt, dessen Domain man da verwendet.

Das scheinen diverse Unternehmen allerdings vollkommen anders zu sehen und so ist es zum Beispiel im Facebook nicht möglich Benachrichtigungen zu bekommen wenn man eine E-Mail Adresse in dieser TLD nutzt. Am Mailaccount liegt es definitiv nicht, da eine Alias-Domain mit der TLD “.de” keine Probleme verursacht. Somit frage ich mich doch was gegen diese Domain spricht.

Auch bei anderen Unternehmen (ich nenne sie nicht um mir den Ärger zu ersparen), kann man bei der Registrierung am Terminal keine E-Mail Adressen dieser TLD nutzen. Allerdings werden auch hier wieder die “.de” Adressen akzeptiert. Haben also all die Entwickler der Systeme noch nicht mitbekommen, dass es auch Domains außerhalb des deutschen und internationalen TLD-Bereichs (.com, .org, etc.) gibt? Ist es vielleicht sogar Absicht und ich verwende eine “böse” TLD? Will man dieses Land boykottieren? Vor allem warum?

Habt Ihr schon mit ähnlichen Problemen zu kämpfen gehabt? Wurde das Problem bei euch gelöst oder musstet Ihr auch auf alternative Adressen umsteigen um den Service / das System nutzen zu können?

Ich wette jeder Webdesigner, Webprogrammierer und auch alle anderen, die irgendetwas auf Webseiten veröffentlichen haben genau diesen Satz schon einmal von sich gegeben, nachdem sie ihre Arbeit als fertig deklariert und der breiten Öffentlichkeit angekündigt haben. Nein auch ich bin da keine Ausnahme. Ich bessere mit Vorliebe an bereits gelaunchten Projekten nach, weil ich irgend eine Kleinigkeit vergessen habe.

Jetzt gibt es ein kleines, komplett kostenloses, Projekt, welches dem Schlendrian bei Webprojekten den Kampf ansagt. Es nennt sich selbst “Launchlist” und stellt eine Checkliste zur Verfügung, an der man sich orientieren kann um zumindest die wichtigsten Punkte abzuhaken bevor man dann in Stresswallungen nach dem Launch noch am Nachbessern ist. Die Checkliste kann man sich dann auch mit aktuellem Stand mailen lassen, damit man eine “Muss ich noch machen”-Notiz dazu hat.

Und wie schaut es bei euch aus? Müsst Ihr auch immer mal wieder nachbessern oder braucht Ihr so eine Checkliste nicht?

[via Der Webarchitekt]

Seit einigen Tagen beobachte ich jetzt schon täglich die Neuzugänge im Andorid-Market und so langsam verstehe ich warum Apple keine Apps zulässt, die sich dem Thema Pornografie beschäftigt.

Täglich flutet eine Masse an neuen Apps in den Market, die immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut ist, wenn es sich nicht sogar um die gleiche Software nur mit veränderten Screenshots handelt.

Immer wir die App beworben mit 5000 Bildern von Stars / Bikini-Models verschiedenster Nationen mit bedürftiger Bekleidung. Mal abgesehen davon, dass man dazu keine 50 Apps braucht weil die Bilder in Massen im Netz rumfliegen aber der Store wird dabei ziemlich zugemüllt. Die Kategorie “Neuzugänge” ist schon unbrauchbar, da man dort jede dritte App mit diesem Schema findet.

Genau aus diesem Grund verstehe ich langsam warum Apple seinen Appstore frei von zig mal kopiertem Müll hält. Mit dem ganzen Müll wird es schwerer gute Apps einfach durch einen Zufall zu entdecken (es sei denn man beschränkt die Suche gleich auf die kommerziellen Apps). Im Prinzip muss man schon nach dem eigentlichen Sinn der App direkt suchen oder eine Empfehlung in einem Blog / auf einer anderen Seite finden.

Was meint Ihr dazu? Stört es euch die Flut des Duplikatmülls auch oder habt Ihr euch damit abgefunden?

Privates

Was das Gewicht angeht ging es diese Woche mal ordentlich nach unten: 800g weniger auf 97.7 Kilo. Also es geht weiter auch wenn es torkelt wie ein Besoffener ;)

Ansonsten habe ich momentan wieder mehr Zeit, da ich mich bis zum Ende der WM aus Twitter verabschiedet habe und auch im Feedreader den ganzen WM-Krempel einfach überspringe. Somit spare ich doch einiges an Zeit, die ich dann zum Beispiel in sinnvolle Entwicklungstätigkeit stecken kann.

Außerdem bin ich irgendwie produktiver, wenn ich eine Twitter-Auszeit nehme. (Da könnte man schon fast dran glauben, dass Twitter Produktivität vernichtet… Immer in Auszeiten komme ich mit dem Aufräumen und meinen Projekten gut voran und ansonsten stockt alles.)

Wer mich also erreichen will kann das via Jabber, E-Mail, Telefon, SMS, Rauchzeichen (aber nur an windstillen Tagen), Facebook oder sonstigen Kontaktmöglichkeiten tun. Ich bin noch da aber ich bin halt nicht im Twitter. Ach ja und Buzz bin ich auch anwesend. (Wollt ich nur mal erwähnen.)

Uni & Job

Meine Kapitulation zum Umbau der Kundenverwaltung habe ich zurückgezogen und gestern Abend und heute den Tag über in 17 Stunden reiner Arbeitszeit ein komplettes Refactoring geschafft. Die Datenbankstruktur ausgetauscht, Datenbankzugriffe über models gekapselt und controller-Logik weitestgehend vom view getrennt. Ergo bis auf kleine Nachbesserungsarbeiten und die Dokumentation des neuen Quellcodes geschafft die groben Ziele umzusetzen.

Fundgrube & Virtuelles

Im virtuellen Bereich natürlich noch einmal eine kleine Aufmerksamkeit für meinen Online-Passwortgenerator, den ich diese Woche veröffentlicht habe.

Die Fundgrube geht mal wieder an den Lifehacker-Blog, dessen Autoren einen Artikel veröffentlicht haben, der sich damit beschäftigt, warum unsere Aufräumversuche nichts werden und wir trotzdem weiter in einem “cluttered office” sitzen.

Ansonsten wer es noch nicht kennt und online mit Verträgen und Verkäufen arbeitet: Es gibt seit dem 11. Juni ein neues Widerrufsrecht. Mehr dazu und warum euch das interessieren sollte gibts im Artikel von t3n.

Pläne

Der Unikram… Ja um es direkt zu sagen: Fail! Ich werde zusehen, dass ich eins der Module so weit bekomme, dass ich mich für die Klausur melden kann. Das andere Modul wird dann nächstes Semester wieder belegt. So wird das definitiv nichts.

Was die Fitness angeht schließe ich mich dem Unikram mal an und betitle es ebenfalls als Fail. Geht gar nicht und Dienstag muss sich da endlich wieder was tun. Ausreden sind jetzt (vorerst) alle verbraucht und so sollte das eigentlich was werden. (Hoffe ich…)

Vorab als Information: Das ist kein Post mit dem ich die Entwickler “bashen” möchte oder die Software ins Negative ziehen will. Es sind rein meine eigenen Gedanken zum Projekt mal aufgeschrieben. Vielleicht möchte ihnen ja jemand folgen und vielleicht bieten sie auch eine gewisse Anregung für andere.

SparkleShare ist ein neues Projekt, welches am 10. Juni angekündigt hat bald Dropbox Konkurrenz machen zu wollen. Der Hintergrund: Dropbox hält die Daten nur auf eigenen Servern vor und hat Dinge in ihren Nutzungsbedingungen, die einigen Leuten nicht gefallen. Außerdem muss man für mehr Speicherplatz zahlen. Da stellt sich natürlich die Frage nach einer Alternative, bei der man die eigenen, sowieso vorhandenen Server nutzen kann um sich eine Abhilfe zu schaffen.

Die Jungs von SparkleShare haben sich mit Mono (.NET-Nachbau für Linux / OSX) hingesetzt und eine App gebastelt, die genau dieses besser machen soll: Eigene Server um mehr Kontrolle über eigene Daten zu behalten, Nutzung der oftmals sowieso vorhandenen Infrastruktur und Resourcen und Unabhängigkeit von zentralen Servern.

Was steckt also dahinter, womit sie das alles schaffen wollen? Ganz einfach: GIT. (Ja das war es wirklich schon!) Die Software ist ein Wrapper (also ein Programm, welches eine Zwischenschicht zwischen Benutzer und der eigentlichen Software bildet) für Git. Mit Git haben sie dabei ein Versionskontrollsystem, welches sich schon in diversen Bereichen bewährt hat und von vielen Leuten (mich eingeschlossen) eingesetzt wird.

Im Endeffekt ist also die Anwendung, die die Jungs da bauen ein Programm, welches für Benachrichtigungen sorgt, die denen von Dropbox nahe kommen. Auf der anderen Seite überwacht es Ordner auf Veränderungen und sendet diese Veränderungen dann an das entfernte Git-Repository, nachdem es dafür gesorgt hat, dass die Konflikte behoben sind.

Mal abgesehen davon, dass ich absolut nichts davon halte das Mono-Framework zu verwenden, was allerdings eine rein persönliche und nicht fachlich gemeinte Abneigung ist, finde ich steckt hinter dem ganzen ein simples aber sehr effektives Konzept. Meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall das Projekt weiter zu beobachten und definitiv auch anzutesten.

Leider wird es nicht ganz so einfach sein den dazu gehörenden Server aufzusetzen als nur eine Software zu installieren. Ein ordentlicher Git-Server muss auch ordentlich eingerichtet werden. Zumal er nach dem was die Jungs vor haben doch relativ große Datenmengen abbekommen soll. Allerdings gibt es für solche Zwecke durchaus Anleitungen und ich denke mal wir werden auch von ihrer Seite mit Sicherheit noch eine Anleitung bekommen, wie der Server schnell und einfach eingerichtet wird.

Was für mich allerdings noch deutlich mehr Einsatzzweck bietet als Daten auf irgendeinen Server im Internet zu synchronisieren ist der simple Umstand, dass man so recht einfach unternehmensintern Sicherungen von den Mitarbeiterumgebungen machen kann. Solange die Mitarbeiter ihre Dokumente, die sie für ihre Arbeit benötigen im überwachten Bereich speichern werden sie an einen zentralen Server repliziert, der dann wiederum eine Datensicherung aus den Ordern ziehen kann. Simpel aber deutlich effektiver als mit einem CD-Brenner oder im Zweifel noch Robocopy rumzugehen und die Rechner einzeln zu sichern.

Mein Fazit: Ich werde mir den Projektverlauf weiter ansehen und sehen was draus wird. Den Screenshots nach scheinen sie ja schon eine Lauffähige Version zu haben, so dass ich annehme, dass wir zumindest im Linux-Bereich in Kürze etwas zum Testen in die Finger bekommen. Bald darauf soll dann ja OSX und danach Windows folgen. Ich bin gespannt.

Wie sieht es bei euch aus? Was meint Ihr zu dem Konzept und viel wichtiger: Werdet Ihr dem Projekt eine Chance geben euch zu überzeugen, dass es Dropbox ersetzen kann?

[via Caschy]

knuttr2@knut.me