
E-Mail-Spam ist ein zeitfressendes Problem in unserer heutigen Gesellschaft und die Administratoren der Mailserver sind in einem permanenten Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Versendern dieser unerwünschten und zeitraubenden E-Mails. Leider ist das ursprünglich genutzte SMTP-Protokoll selber nicht dafür ausgelegt Spam zu bekämpfen. Allerdings haben sich vor etwa 5 Jahren einige Leute bei Yahoo hingesetzt und eine DNS-basierte Signaturmöglichkeit für Mailserver erarbeitet. Inzwischen wurde die damals erarbeitete Lösung durch das neuere DKIM abgelöst.
DKIM arbeitet auf dem Prinzip der asymmetrischen Verschlüsselung und fügt der E-Mail serverseitig eine Signatur hinzu, die es ermöglicht zu prüfen, ob der Mailserver, der für die entsprechende Domain zuständig ist, auch wirklich der Versender der E-Mail ist. Somit kann kein anderer Server mehr behaupten, dass er im Auftrag des Domain-Eigentümers E-Mails versendet, obwohl er dazu nicht befugt ist, denn dann würde er die richtige Signatur setzen können. (Mehr Informationen zur Funktionsweise gibt es in der Wikipedia)
Zwar ist DKIM auch nicht die Lösung auf alle Spamprobleme, allerdings kann man sich je weiter sich DKIM durchsetzt, mehr auf die Resultate dieser Überprüfung verlassen und es wird schwerer für Spammer von Domains, die nicht ihnen selbst gehören, Spam zu versenden.
Im folgenden möchte ich die Einrichtung der DKIM-Signierung auf einem Ubuntu-Server zeigen. Ich setze dabei voraus, dass ein bereits vollständig laufender Postfix-Mailserver existiert. Weiterhin wird Zugriff auf das DNS benötigt, da einige Informationen im DNS abgelegt werden müssen. Alle hier aufgeführten Schritte und Befehle werden als Benutzer “root” durchgeführt.
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