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Man kennt es auf nicht wenigen Webseiten aber hauptsächlich im amerikanischen Raum, dass ein Live-Chat-Kontakt zum Personal hinter der Webseite – also zum Beispiel dem technischen Support eines Webhosters – angeboten wird. Auf der Seite direkt wird dann meist ein kleiner Button eingebunden, der den Status des Supports anzeigt. Ist der Support online, kann man ihn über den Chat kontaktieren und so kleinere Probleme sehr schnell klären.

Genau so ein System wollte ich für die Kontaktaufnahme mit mir auf meiner Firmenseite und evtl. auch hier für die Plugins aufsetzen. Allerdings scheint es im Großen und Ganzen nur eine einzige Lösung zu geben: Livezilla. Für alle Windows-Nutzer sicher auch ein tolles System aber mir als Mac OSX Nutzer stellen sich die Nackenhaare auf, da (für ein webbasiertes System) unbedingt ein Windows-Programm genutzt werden muss. Die Entwicklung einer Weboberfläche ist zwar seit 2008 “in Arbeit” aber bis heute nicht fertig. Eine Portierung des Systems für Linux oder Mac OSX ist nicht geplant. Schade.

Also war ich gestern Abend schon mehrere Stunden auf der Suche nach einem funktionierenden System und diese Suche setzte sich heute fort. Um einmal das Resultat vorweg zu nehmen: Ich habe nichts gefunden. Die meisten der Projekte sind schon seit Jahren tot und nicht mehr gepflegt. Die Kandidaten, die relativ erfolg versprechend aussahen waren unter Anderem “phpOnline” (Es basiert auf einem Flash-Chat, die Entwicklung ist seit 2003 tot.), “Help Center Live” (Die Demoversion ist schonmal hinüber, was soll also die Live-Version können? Im Opera soll eine Kontaktaufnahme unmöglich sein laut Bugreport von 2008, außerdem ist die Entwicklung 2008 mit der Ankündigung einer neuen Version gestorben.) und viele kommerzielle Produkte, die ich aufgrund der hohen Fixkosten nicht einsetzen möchte.

Gibt es also nicht ein System, was Plattformunabhängig funktioniert (und wirklich funktioniert…), kostenlos (im Idealfall OpenSource) und nicht mit Werbung vollgestopft ist? Kennt da einer von euch eine Lösung zu oder sind meine Anforderungen wieder einmal so speziell, dass ich mir das System selbst schreiben müsste?

Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit immer wieder. Dauernd liest man über den “Krieg” zwischen Adobe und Apple, Apple macht Adobe für die Resourcenverschwendung verantwortlich, die ein Flash-Player betreibt, Adobe hält dagegen, dass Apple ja die Systemspezifikationen nicht rausrückt. Jetzt hat auch Mozilla für ihre mobile Browserversion “Fennec” das Flash-Plugin abgeschaltet, da es einfach nicht mehr performant läuft und es gibt Berichte, dass Flash bis dato immer noch Sicherheitslücken enthält, die Adobe schon im Jahr 2008 bekannt waren.

Die Tatsache, dass ich persönlich gerne jedes Stückchen Flash aus meinem Umfeld verbannen möchte ist vielen hier sicher nichts neues. Trotzdem habe ich mal drüber nachgedacht, in welchen Bereichen mir Flash im Internet noch begegnet:

  • Flash-Werbung, die rumblinkt und den Seitenbesucher teils sogar mit Sound nervt
  • Flash-Games wie Farmville oder ähnliches im Facebook oder anderen Portalen
  • Flash-Videoplayer auf Youtube oder anderen You*-Portalen
  • Flash-Objekte in Webseiten, die ewig laden und dann mit “Filmchen” oder Sound nerven
Analyse der Punkte

Was die Flash-Werbung angeht, wird mir sicher niemand widersprechen wenn ich behaupte, dass niemand sie mag und sie nur nervt. Betrachte ich die Prozessorlast beim Besuchen einer solchen Seite wird mir übel und meine Ohren fangen an zu schmerzen, da die Lüfter verzweifelt unter Volllast versuchen den Prozessor zu kühlen.

Die Flash-Games mögen für einige Leute ein wichtiger Bestandteil ihrer Tagesgestaltung sein aber ginge das nicht auch anders? Natürlich ist es bequem eine Internetseite aufzurufen und sofort spielen zu können ohne sich über die Sicherheitsrichtlinien des Arbeitsplatz-PCs Gedanken zu machen oder etwas auf dem PC zu Hause zu installieren…

Flash-Videoplayer haben meiner Meinung nach ausgedient. Die wichtigen Browser haben inzwischen eine mehr oder weniger gute Unterstützung des neuen HTML5-Standards und können Videos so auch ohne Flash abspielen. Somit ist es da meiner Meinung nach nur noch eine Frage der Zeit und des guten Willens der Seitenbetreiber die veralteten Browser auszusperren und die Portale auf HTML5 umzustellen.

Objekte auf Webseiten, die beim Besuchen der Seite schon anfangen irgendwelche Geräusche von sich zu geben und Filme abspielen gehen mir persönlich völlig gegen den Strich und dürften meiner Meinung nach gerne sofort vom Markt verschwinden. Zumal diese Seite auch ein nicht unerhebliches Ladevolumen verursachen, was bei der immer noch nicht flächendeckenden Verbreitung von DSL in Deutschland so manch einen User stark verärgern dürfte.

Fazit

Betrachtet man diese Punkte mal zusammen, fällt mir nach meiner persönlichen Bewertung auf, dass der einzige wirkliche Nutzen von Flash darin liegt, dass man damit gut Spiele umsetzen kann. Aber würdet Ihr auf eurem PC ein Spiel installieren, bei dem bekannt ist, dass es diverse Sicherheitslücken hat und euren Rechner angreifbar macht? Sicher nicht. Aber Flash installiert ihr dennoch. Warum?

Das Argument, dass Flash mit seinen Sicherheitslücken dem PC schaden kann findet man übrigens in IT-Abteilungen großer Unternehmen wieder, bei denen Flash teilweise auf keinem einzelnen PC installiert ist.

Eure Meinung?

Jetzt möchte ich gerne eure Meinungen zum Thema Flash in Webseiten hören. Was haltet Ihr von diesen Punkten, die ich oben aufgeführt habe? Fallen euch noch Anwendungsgebiete auf, die ich nicht beachtet habe, die aber eine entsprechende Verbreitung haben, dass sie beachtet werden sollten?

Und schon wieder ist ein Monat vorbei. Ich habe den Großteil meiner Abschlussprüfung abgeschlossen und kann wieder einmal eine Monatsstatistik präsentieren:

Piwik zufolge waren 1.375 eindeutige Besucher 1.576 mal auf meinem Blog und haben dabei auf 3.137 Seiten zugegriffen. Dabei waren 54,8% der Besucher mit einem Firefox, 16,8% mit einem Internet Explorer und 4,6% mit einem Opera unterwegs.

Im Vergleich zum Vormonat konnte damit wieder eine Steigerung von 27,7% verbucht werden. Damit ist auch der Aufwärtstrend erkennbar, der sich durch eigentlich alle bisherigen Statistiken gezogen hat und sich hoffentlich fortsetzt.

Die Werbeeinnahmen liegen im Mai (für die wenigen Tage, in denen die Werbung geschaltet ist) bei exakt 0,00 Euro.

Ich hoffe, dass euch die Werbeeinblendungen nicht zu sehr stören, allerdings muss das Hosting für den Blog auch finanziert werden. Daher ist mein Ziel zumindest das Hostingpaket, was für meinen Blog genutzt wird (und Ihr auf www.kahlers.de auch kaufen könnt) in Zukunft durch Werbeeinahmen finanziert wird.

Ich hoffe zwar, dass dieser Artikel bei meinen Lesern eigentlich gar nicht nötig ist, schreibe ihn allerdings trotzdem um eventuell Leute auf bestimmte Dinge aufmerksam zu machen, die Beachtung finden sollten. Immer wieder hört man davon, dass jemand (teilweise auch aus dem eigenen Bekanntenkreis) auf eine “Abzocke” im Internet hereingefallen ist. Wie in den meisten Fällen wurde ein kostenloses Angebot offeriert und dann in den AGB, die schließlich jeder mit einem Klick bestätigt, der Kostenhammer gezückt.

Ein sehr interessantes Beispiel ist mir heute gerade wieder in der Werbung auf Facebook aufgefallen. Die Werbung offerierte mir – dank meinem Status “Single” im Facebook – eine Flirt- und Partnerseite, auf der ich mich kostenlos anmelden und losflirten könne. Wer sich ein wenig mit der Thematik auseinander gesetzt hat weiß, dass es auf den Flirtseiten nichts gratis gibt, was brauchbar ist.

Also habe ich einen Blick in die AGB (Wie üblich in Grau auf Weiß im Footer zu finden) geworfen. Die AGB sind – ebenfalls üblich – mal wieder in einer Schriftgröße gehalten, bei der sich viele Leute darüber beschweren würden, dass sie ja kaum lesbar sind. In diesen AGB folgen erst einmal vier Punkte mit neun Absätzen an üblichem Bla-Bla. Halt das was man zu jedem Vertragsabschluss in jeder X-Beliebigen AGB liest. Nach ca. der Hälfte der AGB folgt dann der interessante Teil: Der Punkt “Leistungen”. Hier ein Auszug aus entsrechender AGB:

[...] Das kostenpflichtige Testabonnement hat eine Laufzeit von 14 Tagen und kann jederzeit gekündigt werden. Es verlängert sich um sechs Monate, wenn es dieser Zeit nicht gekündigt wird. Wenn der Kunde nicht vor Ablauf eines laufenden Verlängerungszeitrums kündigt, verlängert sich der Vertrag um jeweils weitere sechs Monate. Das kostenpflichtige Abonnement hat eine Laufzeit von sechs Monaten. Auch hier gilt, dass sich das Abonnement um jeweils weitere sechs Monate verlängert, wenn der Kunde nicht vor Ablauf eines laufenden Verlängerungszeitrums kündigt. [...]

Also mit anderen Worten in Wirklichkeit sollen wir doch etwas zahlen. Nur wo sind eigentlich die Preise? Preislisten auf der Homepage? Fehlanzeige. Also weiter in der AGB graben, auch wenn es nach obigem Absatz schwer fällt. Kurz später fallen dann auch die Preise auf:

[...] Der Preis für das vierzehntägige kostenpflichtige Testabonnement beträgt 1,99 EUR inkl. MwSt.. Der Preis ist nach Vertragsschluss zu zahlen. Das kostenpflichtige sechsmonatige Abonnement kostet 19 EUR monatlich inkl. MwSt. [...]

Also wenn wir rechtzeitig etwas merken, dann kostet uns der Spaß zwei Euro. Wenn nicht sind wir “mal eben” 114 Euro los.

So wer genau liest diese AGB vor dem Klick? Ja klar der Checkbox zufolge jeder. Und jetzt mal ganz ehrlich: Wann habt Ihr eure letzte AGB gelesen? Meistenteils läuft es doch eh darauf hinaus, dass nach dem ersten Absatz der, meisten von Anwälten in perfektem Rechtsdeutsch geschriebenen, AGBs jeder aufhört zu lesen.

Das was ich euch hier mitteilen möchte, falls Ihr es noch nicht sowieso wusstet ist: Im Internet gibt es nahezu nichts kostenlos. Schon gar keine Partnerportale. Gerne Verweise ich da auf meinen Artikel zum Thema, in dem ich die kostenlosen Funktionen einmal näher beleuchtet habe.

Bitte tut euch selber den Gefallen und lest bevor Ihr die “Ja ich habe die AGBs gelesen”-Checkbox anklickt die AGBs wirklich durch. Oftmals sind bei Gratisangeboten entsprechende Zahlungsklauseln vorhanden.

Und wenn Ihr es doch sein lasst, dann behauptet hinterher nicht, dass ich euch nicht gewarnt hätte!

GeocachingNaja gut vielleicht kein großer Wald aber immerhin eine größere Ansammlung von Bäumen, was man glaube ich landläufig als Wald betitelt. Wie auch immer aber genau da habe ich mich heute zum dritten mal hinbegeben um einen Geocache (GC1CK2A) zu heben.

Na was soll man sagen? Es hat geklappt und ich habe ihn gefunden, nachdem ich mich fast eine dreiviertel Stunde ohne Internet und GPS im Wald umgesehen hatte. Auf einmal ging das Internet auf dem Handy wieder und auch das GPS funktionierte dank keiner dichten Bäume wieder sauber. Somit hatte ich die Information, dass der Cache 130m hinter mir liegen soll und dann war er auch schnell gefunden. :)

Hier noch ein kurzer Eindruck des Waldes im Rückblick auf dem Weg wieder in die Zivilisation:

Wald

knuttr2@knut.me